Teepott Warnemünde (Ulrich Müther)
Weitere Ehre für Ulrich Müthers Werk

Warnemünder Teepott ein »historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk«

Der »Teepott« in Rostock-Warnemünde wurde als »Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland« ausgezeichnet.
Mit der Verleihung dieses Titels am 18. Oktober 2018 ehrte die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern den markanten Rundbau als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk.
Der Pavillon mit seinem Hyparschalendach von Ulrich Müther war als eines der wichtigsten DDR-Bauwerke bereits 1984 unter Denkmalschutz gestellt worden.
Der Präsident der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern sieht das Gebäude in Warnemünde als ein Gegenstück zur Architektur der Plattenbauten und Müther als einen der bedeutendsten Bauingenieure der ehemaligen DDR.
Alle technischen und historischen Hintergründe zum Teepott in Rostock-Warnemünde sind in der Publikation der Schriftenreihe »Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland« nachzulesen.

Gutachter sind sich leider darin einig, dass der Zustand der Anlage sehr schlecht sei, die Verkettung von vielerlei Mängeln sei eine Katastrophe: Metallteile rosten, weil der Korrosionsschutz nicht seelufttauglich ist. Bei Sanierungsarbeiten zur Jahrtausendwende wurden Träger durchtrennt. Das Dach ist an mehreren Stellen undicht, Stromleitungen im Haus sind nicht ausreichend gesichert, der Brandschutz unzureichend. Es seien große Fehler gemacht worden, das Bauwerk müsse komplett entkernt und grundsaniert werden.
Der Eigentümer, eine Stiftung, ist zur Sanierung bereit, unter der Voraussetzung, dass er eine größere Fläche hinzukaufen darf, die allerdings vom Stadtrat vor Zeiten als unveräußerlich festgelegt wurde. Jetzt ist Diplomatie gefragt.


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Lesen Sie hier den Nachruf auf Ulrich Müther »

Das Buch »Kühne Solitäre. Ulrich Müther, Schalenbaumeister der DDR« (Wilfried Dechau)
ist leider nur noch gebraucht erhältlich.

Regulär erhältlich ist Ulrich Müther. Schalenbauten in Mecklenburg-vorpommern » (Rahel Lämmler, Michael Wagner)
zur Rezension »


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