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Diversity In Architecture - Neuer Internationaler Preis für Architektinnen

Diversity In Architecture
Neuer Internationaler Preis für Architektinnen

Anlässlich der 17. Architekturbiennale hat die Non-Profit-Organisation »Diversity In Architecture« bekanntgegeben, einen neuen Internationalen Preis für Architektinnen auszuloben.

Initiatorinnen des neuen Preises sind die Kunsthistorikerin Dr. Ursula Schwitalla und die Architektin Christiane Fath. Schwitalla ist u.a. Herausgeberin des Buches »Frauen in der Architektur«, das im Frühjahr 2021 bei Hatje Cantz erschienen ist (zur Buchkritik beim Deutschlandfunk »).

Im Rahmen der Buchvorstellung in der Fondazione Berengo in Venedig erklärte sie, was es mit dem neuen Architekturpreis auf sich hat: »Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen ausgezeichneten Architektinnen und Architekten aktiv zu unterstützen und Role Models für die jüngere Generation der Architektinnen zu würdigen. Auf der Plattform ‚Diversity In Architecture‘ soll die Sichtbarkeit von Frauen in der Architektur gestärkt und die Synergien unter ihnen sollen forciert werden.«

Lina Bo Bardi (1914–1992) beispielsweise war eine junge Architektin aus Italien, die in den frühen 1950er-Jahren nach Brasilien auswanderte und in Sao Paulo exzeptionelle Architektur geschaffen hat. Sie erhält posthum den Goldenen Löwen der Biennale. »Noch vielen Architektinnen gebührt mehr Anerkennung und mehr Sichtbarkeit – wir brauchen einen neuen Preis für Architektinnen!«, so Ursula Schwitalla.

Der Preis wird 2023 erstmalig und international an Architektinnen vergeben. Das Kuratorium wird sich 2022 kosmopolitisch und divers aus fünf Kontinenten zusammensetzen.

Architektin Lina Bo Bardi für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Die Gründungsmitglieder des Vereins »Diversity In Architecture e.V.« unterstützen die Initiative. Zu ihnen gehören u.a. …

  • Odile Decq, Architektin und mit Martha Thorne Co-Initiatorin der »Voices of Women«, die 2018 in Venedig verlesen wurden,
  • Anna Heringer, Architektin, die sich für eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise in Entwicklungs- und Industrieländern einsetzt,
  • Angelika Fitz, erste weibliche Direktorin des Architekturzentrums Wien und
  • Sol Camacho, Architektin und Cultural Director of the Instituto Bardi / Casa de Vidro in São Paulo.

Weitere Unterstützer sind Dr. Dirk Boll, Kunsthändler bei Christie’s, und COPRO-Gründer Marc Kimmich.

»Es ist überfällig, das baukulturelle Schaffen von Architektinnen und Stadtplanerinnen sichtbarer zu machen. Ihre Leistungen sind integraler Bestandteil unserer Kultur und geben wichtige Impulse für die großen gesellschaftlichen Umwälzungen, die auf uns zukommen. Die weibliche Sicht darauf ist nicht nur ein Gewinn, sondern ein Erfordernis«, so die Initiatorinnen.

Weitere Informationen zum Verein unter www.diversityinarchitecture.de »

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