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Architektin Lina Bo Bardi für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Architekturbiennale Venedig
Architektin Lina Bo Bardi für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Architektin Lina Bo Bardi
Die Architekturbiennale Venedig ehrt das Lebenswerk der Architektin Lina Bo Bardi. Bild: Francisco Albuquerque

Anlässlich der 17. Architekturbiennale Venedig wird die italienisch-brasilianische Architektin Lina Bo Bardi (1914–1992) mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk in memoriam ausgezeichnet. Die feierliche Ehrung findet am 22. Mai  im Rahmen der offiziellen Eröffnung der internationalen Architekturausstellung statt.

Lina Bo Bardi prägte mit ausdrucksstarken Entwürfen einen eigenen gestalterischen Weg. Ob in Architektur, Bühnenbild, Mode- und Möbeldesign oder auch Grafik – überall nahm sie Impulse der Internationalen Moderne auf, verarbeitete diese aber ganz individuell.

In Italien geboren und ausgebildet, spielte Lina Bo Bardi in der Entwicklung moderner Architektur in Brasilien eine wichtige Rolle. Grundlage ihres Schaffens war die reflektierte Auseinandersetzung mit ihrer Wahlheimat Brasilien, seiner Kultur, Gesellschaft und Politik. Dabei vertrat die Architektin ihre teils radikalen Ansichten ebenso produktiv wie provokativ durch Entwürfe, Ausstellungen und Schriften.

Lina Bo Bardi prägte einen eigenen Gestaltungsansatz, der die gesellschaftliche Bedeutung des Bauens und seine kulturelle Verankerung in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Bemühen um eine »architettura povera« kann Lina Bo Bardi als Vorläuferin gegenwärtiger Tendenzen engagierter Architektur betrachtet werden.

Bauten geschaffen zu haben, die in der lokalen Öffentlichkeit höchste Akzeptanz finden und sich gängigen Klassifikationen entziehen, ist eine ihrer wichtigsten Leistungen.

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