Betoniertes zum Verschenken

Graue Weihnachten

Heiligabend rückt näher und Sie haben noch immer keine Geschenkidee? Für brutalistische Harmonie unterm Weihnachtsbaum hat sich Bewehrtes stets bewährt. Betonliebhaber werden sich über unsere kleine Auswahl zementöser Präsente freuen …

Kuckucksuhren kommen aus dem Schwarzwald, ähneln kleinen Bahnwärterhäuschen, sind reich mit Schnitzwerk verziert und weltbekannt. Das ist richtig, aber längst nicht alles: Denn der Frankfurter Künstler Guido Zimmermann hat sie in die heutige Zeit transferiert. Standen sie einst für den Wohlstand der Mittelschicht und boten ein bisschen Luxus im biederen Heim, sollen die neuen Uhren in Betonoptik das derzeitige urbane und soziale Leben in Wohnblocks zeigen. Soviel zur künstlerischen Idee, die hinter den ausgefallenen Wanduhren steht. Für uns sind sie ein großes Augenzwinkern: Da gibt es den Plattenbau mit all seinen grauen Regenschlieren, aber mit liebevoll dekorierten Gardinen und bunten Balkonbrüstungen. Oder das 1969 von Marcel Breuer erbaute Hotel »La Flaine«, das als brutalistischer Betonbau eigentlich mitten in den französischen Alpen steht. Und »Glenkerry House« von Erno Goldfinger bietet im echten London unheimlich hippen 70er-Jahre-Wohnraum für Menschen – als Uhr an der Wand beherbergt auch dieses Haus einen kleinen Kuckuck.

Wer nicht nur seinen Wohnraum mit Beton verschönern will, sondern auch seinen Partner, dem sei dagegen ein Blick auf die Website von betonfusion empfohlen. Uns hat es z.B. die Herrenfliege besonders angetan: SMOOTH, der Querbinder aus Beton ist eine Vereinigung von zwei ganz unterschiedlichen Materialien. Die »Flügel« aus Ultrahochleistungsbeton werden von einem Band aus Stoff oder Leder umschlossen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: uni oder gemustert, gestreift oder kariert. Wer es noch individueller möchte, kann seinen Lieblingsstoff nach Berlin schicken und bekommt sein ganz persönliches Exemplar gestaltet.

Und Damen können sich mit BRILLER schmücken, einer Halskette mit Betonanhänger. Das Material wurde mit Pigmenten anthrazit eingefärbt und bildet einen Kontrast zu dem kleinen, in den Werkstoff eingelegten Messingring. Jedes Teil wird durch Poren und Schattierungen im Beton zu einem Unikat. Das eigentlich kalt anmutende Material nimmt die Körpertemperatur an und bietet so ein angenehmes Tragegefühl. Der Beton dunkelt mit der Zeit nach, denn er erhält durch die Öle der Haut wunderschönen Glanz und Patina. So wird er zu einem ganz persönlichen Schmuckstück. ~ra

 

www.guidozimmermann-art.com

www.betonfusion.de