22.11.13 Aerial shoot over Queen Elizabeth Park showing latest transformations. Picture by Anthony Charlton for LLDC.

Olympic Park für Publikum eröffnet

19 Monate nach den Olympischen Spielen ist in London nun auch der südliche Teil des Queen Elizabeth Olympic Park eröffnet worden. Auf dem Gelände, das laut Entwickler, der London Legacy Development Corporation, so groß wie der Hyde Park und Kensington Gardens zusammen ist, wurden für rund 400 Mio. Euro einige der Spielstätten umgebaut, kleinere Hügel versetzt und Bäume gepflanzt. Neben dem roten Gewirr des Arcelor Mittal Orbit steht nun ein Besucherzentrum von Make Architects, und das Gelände wird von zwei Spielplätzen gerahmt. Die in drei Segmente unterteilte Fläche wirke trotz ihrer Größe ziemlich unterdimensioniert, monierten Kritiker nach der Eröffnung, v. a. angesichts des hohen Freizeitdrucks aus den umliegenden Stadtteilen und der Wiedereröffnung des Olympischen Stadions 2016, das mit 54 000 Plätzen als Fußball-, Leichtathletik- und Konzertstadion dienen wird.

Die Umgestaltung geht auch andernorts weiter; so wird das ehemalige Übertragungsgebäude in ein Technikzentrum umgebaut, das Victoria and Albert Museum will eine Dependance eröffnen und das University College London einen »offenen Campus« anlegen. Rund um den Park entstehen weitere neue Gebäude – rund 6 000 Wohnungen in fünf neuen Quartieren, ein riesiges Studentenwohnheim mit 1 000 Zimmern und ein mächtiges Einkaufszentrum mit 370 000 m² Fläche. Deren architektonische Qualität scheint auch nicht übermäßig überzeugend – unförmig und mit nicht gerade edlen Materialien ausgeführt seien sie, schrieb der Kritiker Oliver Wainwright in der Tageszeitung The Guardian. Aber das sei auch kein Wunder, solange den Kosten Priorität über die Qualität gegeben werde. Das Gegenteil aber ist dringend notwendig, wenn sich der Park zu einem »ordentlichen Stück London« entwickeln soll. ~dr