Gewonnen

Pritzker-Preis für Toyo Ito
Als sechster Japaner erhält der 71-jährige Toyo Ito den Pritzer Prize, den die Hyatt Foundation jedes Jahr einem Architekten für sein Werk verleiht, das der Menschheit und der gebauten Umwelt Wesentliches hinzufügt. Toyo Ito wurde von der siebenköpfigen Jury für seine »konzeptionelle Innovationskraft« ausgezeichnet, die in »exzellent ausgeführten Gebäuden« münde. In vielfältigen Gebäudetypen erweitere er durch seine Erforschungsprozesse stets die Möglichkeiten der Architektur. Ebenso würdigte die Jury die spirituelle Dimension von Itos Bauten und die »Poesie, die all seine Werke transzendiert«. Der Pritzker Prize ist mit 100 000 US-Dollar dotiert und wird Toyo Ito am 29. Mai in Boston verliehen.

Europäische Architekturfotografie
Die vielfältige Darstellung von Architektur zeichnet der Stuttgarter architekturbild e. v. alle zwei Jahre aus. Dieses Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto »Im Brennpunkt | Focus of Attention«, das einen sehr vielschichtigen Rücklauf zur Folge hatte. Den 1. Preis verlieh die Jury dem Stuttgarter Fotografenduo Frank Bayh und Steff Rosenberger-Ochs für ihre Serie »Die Entwicklung neuer Stadtquartiere im Herzen der City«, in der sie Aufnahmen aus dem Camp der Stuttgart 21- Gegner durch Verfremdung in eine »gleichnishaft-allgemeingültige Aussage zum Thema Widerstand« transformieren. Die 28 besten Bildserien werden ab der Preisverleihung am 3. Mai bis zum 16. Juni im DAM in Frankfurt a. M. gezeigt, zusammen mit ausgewählten Arbeiten aus den vorangegangenen neun Wettbewerben.
Schinkel-Wettbewerb 2013
Zum 158. Mal führte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin den Schinkel-Wettbewerb für junge Planer unter 35 Jahre durch. Diesmal lautete die Aufgabe »Transformation TXL – Vom Flugfeld zum Lebensraum«. Gleich zwei der zwölf Preise – den Schinkelpreis des AIV in der Sparte Landschaftsarchitektur und das Reisestipendium nach Italien der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung – gewannen Niklas Mayr und Martin Schmitz von der TU Berlin. Ihr Vorschlag beinhaltet, einen Großteil der Fläche des Flughafens Tegel zu bewalden, damit sich diese Fläche, mit den beiden Landebahnen im Zentrum, gemeinsam mit dem Tegeler Forst zu einem ökologischen und freizeitorientierten Erholungsgebiet entwickeln kann. Der Schinkel-Wettbewerb 2014 wird sich mit der Revitalisierung Spandaus befassen.
Holzbaupreis Eifel 2012
Moderne Holzbauten in der Eifel stehen im Fokus des Wettbewerbs, der 2012 zum zweiten Mal durchgeführt und im März mit zwei Preisen und zwei Anerkennungen abgeschlossen wurde. Einer der Preise ging an den Friedhofs- und Cafépavillon in Düren von Amunt Architekten, Aachen, mit Elmar Heimbach. Vorelementierte Bauteile aus Holz formen Wände und Decken zu einer Raumfolge aus Volumina, die von romanischen Klöstern inspiriert sind. Die Jury würdigte die Entscheidung für Holz, das die homogene Erscheinung präge und mit silbrig lasierter Oberfläche entscheidend zur Raumqualität beitrage.