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Cambridge wächst

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Cambridge wächst

Als erfolgreiche Universitäts- und Forschungsstadt kann Cambridge mit rund 70 000 Arbeitsplätzen aufwarten. In den nächsten zwei Jahrzehnten ist mit einem Anwachsen auf rund 100 000 zu rechnen. Parallel verdoppelten sich Mieten und Hauspreise im historischen Kern, sodass weniger Betuchte in die umliegenden Gemeinden ausweichen – Ergebnis: Zersiedelung der ländlichen Umgebung, ewige Staus, Emissionen. Dem will die Universität nun entgegenwirken und beginnt zurzeit mit den Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt [7] eines neuen, 150 ha großen Stadtteils, North West Cambridge. Hier sind in den nächsten 20 Jahren 1 500 Mietwohnungen für Angestellte und Forscher geplant, 1 500 Eigentumswohnungen, 2 000 Studentenapartments und Forschungsbauten mit 100 000 m² Fläche sowie Schulen, Altersheim und andere öffentliche Einrichtungen. Eckpfeiler des Masterplans sind Nutzungsdurchmischung, eine kommunikative Gestaltung sowie viele große Freiflächen für Sport und informelle Freizeitgestaltung, ebenso Nachhaltigkeit im Hinblick auf CO2-Emissionen und Individualverkehr – man setzt aufs Radfahren.

Cambridge erlebte nach dem 2. Weltkrieg zwei Stadterweiterungen: Sidgwick und West Cambridge. Beide scheiterten an mangelnden Kommunikationsmöglichkeiten – insbesondere in West Cambridge fühlte man sich aufgrund der zentrumsfernen Lage, der geringen Dichte und der fehlenden Orientierung der Bauten zueinander schnell einsam.
Um solche Entwicklungen zu verhindern, soll der Masterplan für den entstehenden Stadtteil regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Außerdem gehören zu den ersten Bauarbeiten nicht allein Wohnungen, sondern auch öffentliche Einrichtungen. Daneben setzt die Universität auf große Namen aus der Architektur. Nach dem letztes Jahr durchgeführten Wettbewerb für die sieben Baufelder des ersten Bauabschnitts planen etwa Mecanoo 234 der insgesamt rund 1 000 Apartments, David Chipperfield ist für Läden, Universitätscafé und -apartments, Pub und Wohnungsverwaltung zuständig. Die Fertigstellung der ersten Gebäude ist für Ende 2015 geplant. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden sich nach gegenwärtigem Stand auf 281 Mio. Pfund belaufen, für den gesamten Stadtteil rechnet man mit 1 Mrd. Pfund (1,2 Mrd. Euro). ~dr
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