Verstreut liegende Gehöfte am Hang vor schroff aufragenden Felsen im Passeiertal

Südtirol

Fast zehn Jahre nach unserer letzten Südtirol-Ausgabe betrachten wir die Region erneut und fragen: Wie hat sich das Bauen in Südtirol entwickelt und verändert? Was sind die vorrangigen Bauaufgaben und Themen? Welche uns bekannten Architekten prägen weiterhin die Architektur vor Ort und welche neuen Büros sind hinzugekommen? Und in der Tat ist es um einige der altbekannten, und im letzten Heft noch mit Projekten vertretenen Protagonisten – wie Walter Angonese oder Walter Dietl – recht ruhig geworden, stattdessen sind neue oder bislang weniger präsente Namen auf der Bildfläche erschienen, von denen wir einige mit ihren Bauten vorstellen. Anhand der ausgewählten Projekte lässt sich aber auch erkennen, was Südtiroler Architektur ausmacht, wofür sie steht und was sie prägt: auf jeden Fall der starke Bezug zur Landschaft – zu den Berghängen und Gipfeln; gebaut wird mit der Natur – aber auch die Verbundenheit zu örtlichen Bautraditionen, wobei diese weiterentwickelt und interpretiert werden. Zudem zeichnet sie hohe handwerkliche Qualität und Sorgfalt im Detail aus sowie der Einsatz natürlicher und ortsbezogener Materialien wie Naturstein, Holz und (Lehm)Putz, ergänzt durch Glas, Metall und Beton. Durch den begrenzten Platz im Heft, ist es natürlich nur ein Streiflicht, das wir auf die Südtiroler Architekturszene werfen können; doch sicher gewährt es spannende Einblicke und macht vielleicht Lust auf eine baldige Reise in die Region. ~uk