Gewonnen

industriebaupreis 2018

Zum zweiten Mal nach 2016 wurde im Juni der industriebaupreis des Instituts für Bauökonomie an der Universität Stuttgart vergeben. In der Kategorie Bauwerk ging die Auszeichnung an Henn Architekten und ihren Bauherrn, das Stuttgarter Universitätsbauamt, für ARENA2036, ein Gebäude für die Entwicklung und Erprobung neuer Produktionstechnologien im Autobau. Die Jury lobte insbesondere die Klarheit, mit der die unterschiedlichen Funktionen und Volumina integriert wurden: eine dreigeschossige Halle, jeweils flankiert von einem Verwaltungsbereich bzw. den Forschungs- und Entwicklungsbüros. Jedes Detail sei funktional begründet und gestalterisch vorbildlich integriert, die Metallhülle verleihe der Architektur eine feine Präzision, die auch an keiner Stelle unangemessen sei.

Der Nachwuchspreis ging an die Masterarbeit von Maximilian Weik von der Universität Stuttgart. Er entwickelte auf der Grundlage des sogenannten Last-Planner-Systems ein Pflichtenheft für eine digitale Version, die er an einem Beispiel implementierte und evaluierte. Die Jury lobte, ihm sei es gelungen, in einem Themenfeld mit hoher Praxisrelevanz eine Forschungsfrage wissenschaftlich einwandfrei zu beantworten und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

www.irem.uni-stuttgart.de/industriebaupreis/preisverleihung-2018

Wienerberger Brick Award 18

In fünf Kategorien wurde der Brick Award dieses Jahr verliehen, dazu kamen zwei »Special Prizes«. Damit möchten die Initiatoren den Facettenreichtum von gebranntem Ton hervorheben. Gewinner der Kategorie »Living together« und zugleich eines Grand Prize sind Tony Fretton Architects für die Wohntürme Westkaai 5 & 6 in Antwerpen. Die Hochhäuser sind ein Paar von dreien, die jeweils von einem anderen Architekturbüro bearbeitet wurden. Die Preisträger hätten »die Möglichkeiten des Materials in vielerlei Hinsicht radikal ausgelotet«, befand die Jury: in Bezug auf die strukturellen Eigenschaften, aber auch in der Oberfläche und Bearbeitung. Insbesondere schätzte das Preisgericht jedoch den Beitrag zur Aufwertung der modernen europäischen Stadt durch Wohnbauten. Der zweite Grand Prize ging an die Erweiterung des Kunstmuseums Basel von Christ & Gantenbein.

www.brickaward.com

Deutscher Lichtdesign-Preis 2018

Sechs Kategorien im diesjährigen Lichtdesign-Preis konnten Licht Kunst Licht besetzen. Ein Projekt darunter, das Deutsche Elfenbeinmuseum in Erbach im Odenwald, erhielt nicht nur die Auszeichnung in der Kategorie Museen, sondern konnte bereits zwei weitere, internationale Lichtpreise abräumen. Zentrales Element der Inszenierung ist ein Steg, der durch den abgedunkelten, anthrazitfarben gestrichenen und damit fast aufgelösten Raum führt und die Vitrinen mit einem verdeckten LED-Lichtband wie der sprichwörtliche »rote Faden« miteinander verbindet. Das Glas der Vitrinen ist im unteren Drittel satiniert und wird aus der Basis mit Kantenlicht eingespeist. Fazit der Jury: »Versteckte, gut entblendete Lichtquellen unterstreichen die kontrastreiche Ausstellungsdramaturgie und setzen so die Kleinodien brillant in Szene.«

www.lichtdesign-preis.de