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Gewonnen: Deutscher Fassadenpreis 2016

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Gewonnen: Deutscher Fassadenpreis 2016

Deutscher Fassadenpreis 2016
Zum 25. Mal verlieh Brillux im Oktober den Preis für innovative, handwerklich überzeugende Fassadengestaltungen in sechs Kategorien, darunter Wohn- und Geschäftshäuser, Öffentliche Gebäude, Historische Gebäude und Stilfassaden sowie künstlerische und designbetonte Arbeiten. Daneben wurde zum vierten Mal der Österreichische Fassadenpreis vergeben.
In der Kategorie WDVS-Fassaden ging der 1. Preis an das neu gebaute Studentendorf des United-World-Colleges der Robert-Bosch-Stiftung [21] in Freiburg, geplant von Peter Kulka Architektur, Köln. Die würfelförmigen Häuser ergänzen vorhandene Altbauten zu einer offenen, dorfähnlichen Struktur. »Öffnungen und Ausnehmungen sind (…) gekonnt subtraktiv entworfen. So bleiben die Häuser als Körper klar und stellen das städtebauliche Motiv in den Vordergrund«, lautet das Urteil der Jury, und: »Dafür gut geeignet ist das ausgeführte WDVS. Stark plastischer, vertikaler Besenstrich-Auftrag mit einem abgestimmten Farbkanon erzählt von Einheitlichkeit und Abwechslung.«
Wie schwierig die Aufgabe war, die mit einem der beiden 1. Preise in der Kategorie Industrie- und Gewerbebauten bedacht wurde, erkannten die Juroren explizit an. In Aalen war die Fassade eines Möbelhauses aus den 80er Jahren [22] zu sanieren. ALAS Alarcon Linde Architects aus Berlin legten die Grundfläche der vorhandenen Trapezbleche in einem gebrochenen Weiß an, die Tiefsicken dagegen in sieben violett-roten Grautönen, die gut mit dem Rot des Firmenlogos harmonieren und Farbverläufe von Hell nach Dunkel ergeben. »Der enge Ausschnitt des Farbfächers steigert geradezu vorbildlich den mutigen Ansatz«, befand die Jury und ergänzt: »Durch die unterschiedliche farbige Behandlung gewinnt das industrielle Halbzeug Filigranität und Plastizität, die dem großen Baukörper eine frische und zeitgemäße Eleganz verleiht.«
Internationaler Hochhaus Preis 2016
»Es ist ein hohes Gebäude, aber ist es ein Hochhaus?«, fragte sich die Jury des IHP anfangs beim Gewinnerprojekt, dem VIA 57 West in New York [23] von BIG. Den Ausschlag gab dann aber, dass es »unsere Wahrnehmung der Stadt durch seine innovative Botschaft zu verändern vermag«. Das pyramidenartig geformte Gebäude umfasst 709 Mietwohnungen mit fast 250 unterschiedlichen Grundrissen, von denen nahezu alle Abendsonne und Blick auf den Hudson haben. Es sollte sich äußerlich deutlich von einem Bürogebäude unterscheiden und dabei die Aussicht aus dem benachbarten Wohnturm freihalten. Zu allem übrigen ist auch die Umgebung schwierig: Müllaufbereitung, Elektrizitätswerk, Stadtautobahn. Ergebnis ist dieser »Courtscraper«, der amerikanisch dichtes Wohnen mit Charakteristika der Baugruppen-Bewegung verbindet, etwa mit einem zentralen, begrünten Innenhof auf der Ebene über dem gläsernen Sockelgeschoss.
Sämtliche 30 nominierten Projekte sind bis 15. Januar im DAM zu sehen.
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