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Expo 2000 - Der niederländische Pavillon 20 Jahre danach

Expo 2000
Der niederländische Pavillon 20 Jahre danach

Der Hamburger Architekturfotograf Piet Niemann hat eine fotografische Bestandsaufnahme des Expo-2000-Geländes in Hannover vorgenommen – 20 Jahre nach dem Ende der Weltausstellung. Ein erster Auszug zeigt die damalige Ikone der Expo 2000, den niederländischen Pavillon von MVRDV.

Die Expo 2000 war die erste Weltausstellung in Deutschland und hatte etwa 18 Millionen Besucher. Sie fand auf auf einer Fläche von 160 Hektar auf dem Messegelände sowie auf einem benachbarten Freigelände am Kronsberg in Hannover statt.

Heute ist das ehemalige Expo-Gelände eine Mischung aus Gewerbegebiet, Hochschulcampus und Brachflächen. Viele der Pavillons sind im Laufe der Jahre verrottet. Dafür musste die Stadt viel Kritik und Häme einstecken – denn bereits vor der Weltausstellung hatte sie mit einer lückenlosen und nachhaltigen weiteren Nutzung des Geländes geworben.

Doch spätestens mit dem Platzen der Dotcom-Blase 2002 zerschlug sich die Idee, man könne die Pavillon-Architektur einfach erhalten und IT-Unternehmen dort einziehen lassen. Und auch städtische Politik und Stadtverwaltung verhinderten aktiv eine sinnvolle Nachnutzung des Geländes – befürchtet wurde eine zu starke Konkurrenz für die Hannoveraner Innenstadt.

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Neues Leben entsteht

Doch 20 Jahre nach dem Ende der Expo 2000 kommt wieder Bewegung in das Projekt. Im angrenzenden Gebiet Kronsrode plant die Stadt 3.500 Wohnungen. Alle Grundstücke und Pavillons auf dem Gelände der ehemaligen Weltausstellung sind verkauft und werden z.T. aufwendig saniert. Und auch das heimliche Wahrzeichen der Expo 2000, der niederländische Pavillon, wird zu neuem Leben erweckt. Hier sollen in Kürze 370 Studentenapartments und Coworking-Spaces entstehen.

Der Architekturfotograf Piet Niemann hat diese Übergangsphase dokumentiert und eine umfassende fotografische Bestandsaufnahme des Expo-Geländes vorgenommen. Die finale fotografische Arbeit steht in Kürze zur Veröffentlichung bereit. Ein erster Auszug mit Fokus auf den niederländischen Pavillon ist bereits veröffentlicht.

Optische Klangschale

Der Fotograf

Piet Niemann (*1991, Deutschland) versteht sich in erster Linie als Architekturfotograf öffentlicher Bauten. Zu seinen Auftraggebern zählen Architekturbüros wie Zaha Hadid Architects (London) oder Delugan Meissl Associated Architects (Wien). Darüber hinaus arbeitet er seit den Urspüngen seiner fotografischen Laufbahn an freien Langzeitprojekten mit makrosoziologischem Bezug. Charakteristisch für seine freien Bildserien ist eine distanzierte, nüchterne Observation. Seine Arbeiten wurden u.a. auf der Architekturbiennale Venedig, im SARP Pavilion in Warschau sowie der Roca London Gallery ausgestellt. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern in Norddeutschland.

www.pietniemann.de


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