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Akustikpaneele aus Holz mit algorithmisch geformten Oberflächen

Akustikpaneele aus Holz
Algorithmisch geformte Oberflächen

Mit seinem Unternehmen »Vorhammer Computational Design« entwirft Simon Vorhammer seit 2016 sogenannte »Formfelder«: Akustikpaneele aus Holz, deren Oberfläche durch Algorithmen definiert wird.

Ein Algorithmus besteht – ähnlich wie ein Rezept – aus Zutaten und Handlungsschritten, durch die ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. Beim Design des Formfeld-Algorithmus wird nicht das Ergebnis, sondern der Prozess definiert. Hinter jedem Formfeld steht ein eigenes mathematisches Formelwerk, das bestimmte Gestaltungsprinzipien, kontextuelle Einflüsse sowie Material- und Werkzeugeigenschaften in Einklang bringt.

Jede Oberfläche ein Unikat

Der Algorithmus erzeugt immer ein eigenständiges Resultat. Die Gemeinsamkeiten zwischen zwei Akustikpaneelen, die derselben Struktur angehören, sind zwar unverkennbar – sie gleichen sich jedoch nie. Der Formfeld-Algorithmus erzeugt Muster, die jede Oberfläche zu einem unverwechselbaren Unikat machen.

Die Formfeld-Akustikpaneele vereinen zudem digitale und handwerkliche Ästhetik. Die Algorithmen gehen Hand in Hand mit der Bearbeitung in der Schreinerei. Die mathematische Funktion liefert den CNC-Maschinen exakte Informationen, damit aus dem rohen Holz ein Formfeld-Relief im subtraktiven Verfahren entsteht. Der letzte Schritt besteht in der händischen Veredelung der Oberflächen durch Politur und Wachsöl.

Akustische Funktion

Jedes Wandpaneel ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Auf der Rückseite der Reliefoberfläche befindet sich ein umlaufender Rahmen. Dieser sorgt dafür, dass das Objekt trotz Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur in gerader Form bleibt. Der Rahmen umschließt einen Hohlraum, der Platz für akustische Dämmwolle bietet. Das Akustikpaneel wird über eine rückseitig angebrachte Hängeleiste wie ein Bild aufgehängt.

Die schallstreuende Wirkung kann durch absorbierende Eigenschaften ergänzt werden. Dabei gibt es die Möglichkeit einer klassischen Lochperforation oder einer Mikroperforation. Hier wird die Oberfläche mit einer Vielzahl kleiner Löcher versehen, die aus der Ferne weitgehend unsichtbar sind. Akustische Messungen zeigen, dass der Lochabsorber vor allem im unteren Sprachbereich effektiv ist.

»Spiegel«-Panel von Verner Panton

Über Simon Vorhammer

Die Faszination für mathematische Strukturen in der Natur und seine Erfahrungen in der parametrischen Architektur sowie digitalen Fertigung gaben bei Simon Vorhammer den Anstoß zur Gestaltung der algorithmischen Formfeld-Oberflächen. Vorhammers Motivation ist es, Synergien aus (vermeintlichen) Gegensätzen zu schaffen: Komplexität und Minimalismus, Ästhetik und Funktion, digitale Fertigung und traditionelles Schreinerhandwerk.

www.formfeld.net

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