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Wohnen im Zentrum

Wohntürme »Monarch III« in Den Haag mit flexiblen Balkonverglasungen von Solarlux
Wohnen im Zentrum

Transparenz schaffen und den Wohnraum vor Schall schützen – zwei Anforderungen, die das Bauprojekt Monarch III in Den Haag optimal miteinander kombiniert. Die bewegliche Balkonverglasung ist dabei in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für das Gebäude: Sie schützt vor Stadt- und Autobahnlärm, bietet grenzenlose Ausblicke in die Umgebung und verwandelt den Balkon flexibel in einen Freisitz.

~André Jansen, Accountmanager Objekte Niederlande und Belgien, Beratung und Verkauf bei Solarlux

Die innerstädtische Nachverdichtung brachte den Hochhaus-Trend in Ballungsgebiete. Hochhäuser liefern eine stadtbildprägende Silhouette, tragen zur Belebung von Stadtvierteln bei und bringen Synergieeffekte in Gebiete mit verschiedenen Nutzungen. Die Fassade von Hochhäusern als raumwirksames Gestaltungsmittel besteht meist zum großen Teil aus Glas. Dabei wird Wert auf eine Verglasung gelegt, die ein Maximum an Aussicht und Transparenz bietet. In entsprechender Ausführung erlaubt das Verglasen von Loggien und Balkonen in urbanen, verkehrsbelasteten Wohngebieten deren ganzjährige Nutzung – und gleichzeitig die Gebäudehülle dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützt.

Monarch III

Ein Beispiel für Wohnhochhäuser mit viel Glas findet sich in Den Haag: Mitten im Finanzviertel Beatrixkwartier wurde neuer Wohnraum geschaffen: Zwei 70 m hohe Türme beherbergen insgesamt 248 Mietwohnungen sowie Gastronomie im Sockelbereich. Die Wohntürme Monarch III, entworfen vom Architekturbüro Powerhouse Company, erfüllen die Nachfrage nach erschwinglichen, hochwertigen Apartments in bester Lage. Nur wenige Hundert Meter vom Hauptbahnhof und der Einkaufsstraße entfernt, bietet der Standort nicht nur die Nähe zum Zentrum. Zusätzlich ermöglichen die Wohntürme einen freien Blick auf die Skyline von Den Haag und den Park Haagse Bos, der sich von der Altstadt im Südwesten bis zur Grenze von Wassenaar im Nordosten erstreckt. Das Gebäudeensemble ist über einen erhöhten Platz verbunden. Dort befindet sich ein Gemeinschaftsgarten für die Nutzer des Beatrixkwartier – eine zusätzliche Grünfläche mitten im Zentrum.

Durchdachtes Gesamtkonzept

Aufgrund der einmaligen Lage und Aussicht der Wohntürme ist der Kern des architektonischen Konzeptes eine transparente Gestaltung. Raumhohe Fenster, durchsichtige Gebäudeecken sowie verglaste Innen- und Krag-armbalkone prägen die Fassade. Die restliche Gebäudehülle wurde in Weiß gefasst, womit die Türme das Erscheinungsbild der zahlreichen Bürogebäude und der Wohnhochhäuser Monarch I und II aufgreifen. Auch die angrenzende Metrostrecke wurde mit einer weißen Konstruktion umhüllt. So fügt sich das Gebäudeensemble perfekt in seine unmittelbare Umgebung ein und erfüllt zugleich die baulichen Vorgaben der Stadt Den Haag.

Die im sogenannten Chicago-Stil entworfenen Wohntürme mussten aufgrund der begrenzten Fläche sehr nah beieinander positioniert werden. Dabei sollten die Balkone einen freien Ausblick bieten, und zugleich galt es, die Privatsphäre der Bewohner vor ungewollten Einblicken aus den gegenüberliegenden Wohnungen zu schützen. Dazu entwickelte das Architekturbüro eine intelligente Lösung: Die Türme wurden schräg zueinander angeordnet, sodass die Blicke von innen nach außen an den Gebäuden vorbeiführen. Zusätzlich hat die Positionierung den Vorteil, dass genug Sonne und somit ausreichend Tageslicht in alle Räume dringt.

Transparenz und Schallschutz kombiniert

Nicht nur die begrenzte Fläche, sondern auch der umgebende Lärm stellten die Architekten bei der Planung vor eine große Aufgabe. Neben der angrenzenden Autobahn A12 gelegen, führen direkt die Metrolinie sowie die Hauptverkehrsstraße »Pr. Beatrixlaan« an den Gebäuden vorbei. Um einen hohen Wohnkomfort für die Bewohner zu gewährleisten, wurden besondere Schallschutzvorkehrungen getroffen. An der Seite der Schlafzimmer wurde das gedämmte Mauerwerk mit einer zusätzlichen Glasfassade versehen, um den Ruheanforderungen der Schlafräume gerecht zu werden. Unmittelbar an die Wohnräume schließen sich die Balkone an, die ebenfalls mit einer schallschützenden Verglasung ausgestattet wurden. Diese lässt sich flexibel öffnen, sodass der Balkoncharakter erhalten bleibt. Zusätzlich gewährleisten die rahmenlosen Glaselemente in Verbindung mit der Glasbrüstung eine freie Aussicht auf die Höhepunkte der Stadt – teilweise bis zum Pier am Strand von Scheveningen.

Realisiert wurden die Ganzglas-Balkone mit dem Schiebe-Dreh-System »SL 25« von Solarlux. Die rahmenlose Balkonverglasung hält Regen, Wind und Schall bis 22  dB ab. Auf die gläserne Brüstung montiert, lassen sich die Scheiben einzeln zur Seite fahren und zu einem fest fixierten Paket im rechten Winkel aufdrehen, das auch bei starken Windstößen sicher ist. So kann der Freisitz das ganze Jahr über als zusätzliche Fläche genutzt werden.

»Ursprünglich wurde die Balkonverglasung von Solarlux als Schallschutz angedacht, sodass die Räume zur A12 bewohnbar sind. Der zusätzliche Wohnkomfort des flexiblen Systems überzeugte uns umso mehr«, erläutert der verantwortliche Architekt Dik Houben von Powerhouse Company. Deshalb wurde die gläserne Hülle sowohl für die Innen- als auch für die auskragenden Balkone verwendet. Insgesamt kamen 1 250 bewegliche Glaselemente zum Einsatz.

Die größte Herausforderung für Solarlux bei diesem Projekt lag in der Aufnahme der Maßtoleranzen, denn in der Praxis gleicht kein Balkon dem anderen. Die fertiggestellten Balkone wurden vom Unternehmen selbst vermessen und im Anschluss die Verglasungen maßgefertigt. Damit die große Anzahl an Glaselementen die Lagerkapazitäten der Baustelle nicht einschränkte bzw. den Baustellenbetrieb nicht beeinträchtigte, wurden die wöchentlich verbauten Elemente nach und nach geliefert. Dies war zusätzlich ein Vorteil im Hinblick auf die eingeschränkte Grundfläche.

Weitere Informationen:
www.solarlux.com

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