kurokawa geht in die politik

Am 8. April fanden in Tokio Gouverneuerswahlen statt. Kisho Kurokawa, 74, immer für eine ausgeprägte Meinung gut, stellte sich neben 13 Mitbewerbern zur Wahl. Sein Programm erregte Aufsehen: die Konzentration von Verwaltungsfunktionen in Tokio reduzieren, das Geld für die Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2016 in Wohlfahrtsprogramme stecken, Banken und Infrastruktur privatisieren, den dichten Stadtkörper Tokios dezentral weiterentwickeln und kompakter machen, gleichzeitig 300 Grünareale schaffen. Die Wahl gewonnen hat der alte Gouverneur, Shintaro Ishihara. Kurokawa stand am Tag vor der Wahl immerhin auf Platz vier. Es heißt, er wolle sich nun für weitere politische Posten bewerben. Dazu gründete er kurz vor der Wahl sogar eine eigene Partei, die »Symbiosis New Party«. ~red