Heisse Debatte zum 50. Todestag

Am 27. August jährt sich Le Corbusiers Todestag zum 50. Mal. Während eine Ausstellung im Centre Pompidou den Architekten ehrt, ist zeitgleich ein Buch veröffentlicht worden, das eine eigentlich alte Debatte wieder aufkocht. Es geht dabei um die ideologische Orientierung des in der Schweiz geborenen Architekten in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, um seine Nähe zum Faschismus und zur Vichy-Regierung. Belegt sind diese Aspekte durch schriftliche Äußerungen Le Corbusiers, etwa in Briefen. Die Fondation Le Corbusier hat nun darauf reagiert: Diese Anschuldigungen seien nicht neu und auch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet. Um diese Zeitspanne im Leben des Architekten zu untersuchen, wird die Stiftung 2016 in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou ein Kolloquium abhalten, um einen »klaren und wissenschaftlichen Zugang zu einem besonders komplexen Zeitraum« zu ermöglichen. ~dr