Lakhta Center, St. Petersburg
Lakhta Center in St. Petersburg mit deutschem Know-how

Das höchste Gebäude Europas

Man mochte mit den Arbeitern in St. Petersburg nicht tauschen: Ende Januar wurde bei klirrender Kälte die 13 m hohe Spitze aus Edelstahl auf das nun höchste Gebäude Europas gesetzt. Mit seinen 462 m ist das Lakhta Center im weltweiten Vergleich zwar ein Witz und bleibt auch deutlich unter dem 1967 erbauten Moskauer Fernsehturm Ostankino (dem mit 537 m tatsächlich höchsten Bauwerk Europas), übertrifft aber immerhin deutlich das bisher höchste Hochhaus des Kontinents, den erst im letzten Dezember eröffneten Turm Wostok (374 m) des Komplexes Federazija, ebenfalls in Moskau.
Der Entwurf des leicht in sich verdrehten Turms in St. Petersburg (Geschossdecken um 0,82 Grad zueinander verschwenkt) stammt vom Moskauer Planerkonsortium Gorproject.
Die 100.000 m2 große Fassade aus Aluminium, Stahl und kalt gebogenen Gläsern stammt wie die Spitze von Josef Gartner aus dem bayerischen Gundelfingen.
Rund 10 km nord-westlich des St. Petersburger Stadtzentrums soll das Lakhta Center als modernes Geschäftszentrum mit vielen öffentlichen Funktionen den Kern einer neuen City bilden, um das historische Stadtzentrum zu entlasten.
Gläserne Atrien, die sich an den fünf Außenkanten jeweils über zwei Geschosse erstrecken, lassen sich natürlich belüften und sollen zusammen mit weiteren energiesparenden Techniken das Gebäude zu einem Green Building machen. Bei russischen Wintertemperaturen dringend angeraten.