GAM

Graz Architektur Magazin. Von der Technischen Universität Graz (Hg.). 224 Seiten, Format 22,6 x 27,4 cm, zahltreiche, zum Teil farbige Abbildungen. Text auf Deutsch und Englisch, broschiert, 26 Euro. Springer Verlag, Wien, New York, 2004

Wieder eine Nummer 1, eine neues Periodikum über Architektur! Ich wünsche ihm, um es vorweg zu nehmen, eine hohe Lebensdauer, denn es füllt eine Lücke, die insbesondere die Zeitschrift Daidalos mit ihrem Verschwinden hinterließ. Das von der TU Graz herausgegebene Magazin, das Buch und Heft, international und doch erkennbar aus Graz sein will, hat mit der ersten Ausgabe Hoffnungen geweckt, dass es sowohl inhaltlich als auch durch hohe Abbildungsqualität als fundierte Diskurspublikation Architekturdebatten eine Plattform geben kann. Der Hauptteil, der drei Viertel des Heftes ausmacht, ist zum Start dem Thema »Tourismus und Landschaft« gewidmet, acht Beiträge spannen den Bogen von den in Heimatfilmen erzeugten Bildern touristischer Landschaften über die verlassenen Braunkohletagebaugebiete der Lausitz bis zu den letzten Entwicklungen in Las Vegas und den Ökotourismus in den Regenwäldern des Amazonas. Ein Fachbeirat hat die Artikel aus den vierzig nach einem Aufruf eingegangenen Beiträgen ausgesucht. Die Texte sind durch hervorragende und hervorragend gedruckte Fotoessays bereichert, unter den Fotografen finden sich unter anderen Walter Niedermayer und Margherita Spiluttini. Das Verfahren, zur Einsendung von Manuskripten aufzurufen, soll beibehalten werden, ebenso die Bewertung durch einen Fachbeirat; das nächste Thema wird »Design Science in Architecture« heißen. Das verbliebene Viertel der Publikation ist Mitteilungen und Publikationen aus der Fakultät gewidmet, doch auch diese enthalten für den Leser ohne Bezug zur TU Graz lesenswerte Beiträge. Das wussten die Herausgeber: auch dieser Teil des Hefts ist zweisprachig, deutsch und englisch. ch