die stiftung wer?

Man wundert sich mit schöner Regelmäßigkeit über die seltsamen Aktionen der Stiftung Baukultur. Letzter Streich: ihre Werbepostkarten, die es unter anderem auf der BAU zu bewundern gab. Da stellt sich – wer auch immer – die Frage »Ausblick oder Auslauf?« (garniert mit dem bildlichen »Gegensatzpaar« Innenraum und Anstoßkreis auf dem Fußballfeld) oder »Tragwerk oder Tragbar?« (Fassade Sporthalle Buchsmühle/Igluzelt) und lässt uns mit der Lösung des Rätsels allein. Des Weiteren gibt es den Blick über eine grüne Wiese auf eine Einheits-Eigenheimsiedlung (weißer Putz, rote Satteldächer, Sie wissen schon) mit dem Slogan »Schaffe, schaffe Häusle baue«. Was wird damit bezweckt? Will mal wieder eine Berliner Werbeagentur uns Schwaben beleidigen? Ein Blick auf die Rückseite der Karte erläutert die Message: »Baukultur entsteht nur jenseits von 0815 Lösungen.« Ha no (für Hochdeutsche: Na sowas). Was für ein Glück, dass wahre Baukultur keine verkopften Werbemaßnahmen braucht, sondern tagtäglich von sich wacker schlagenden Architekten erkämpft wird, und zwar auch in der Finanzkrise ganz ohne Bundesgelder. ~red