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Bauen mit Membranen

Der innovative Werkstoff in der Architektur. Klaus-Michael Koch (Hrsg.), 263 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Format 24 x 30 cm. Leinen, 89 Euro, 146 sFr.

Prestel Verlag, München, 2004
Hautnah erlebbar macht Klaus-Michael Koch sein Buch und erreicht damit das, was vor allem Architekten anspricht: eine haptische Wirkung. Denn bereits der Umschlag, mit Stoff umspannt, ist überzeugend und verleitet zum Anfassen, der passepartoutartige Ausschnitt umrahmt zwei lose eingelegte Materialproben, eine Kunststofffolie und ein beschichtetes Glasgewebe. Durch den direkten Kontakt mit diesen Stellvertretern der beiden Membranarten, den Folien und den un- bzw. beschichteten Geweben, wird indirekt bereits zum Thema überge- leitet: Man spürt die Leichtigkeit des so genannten fünften Baumaterials, erkennt, wie dünn eine Hülle zwischen innen und außen sein kann und mit welch geringem Konstruktionsaufwand große Dimensionen überspannt werden können, man sieht Lichtdurchlässigkeit und Transparenz, ertastet Festigkeit und Verformbarkeit. Mit all diesen Aspekten befassen sich auch die nachfolgenden Artikel, etwa zur Konfektionierung und Detailausbildung von Membranen, zu Berechnungsmethoden, zu Primärtragwerken und zur Geschichte des Membranbaus sowie eine Übersicht zu Membranmaterialien und deren Eigenschaften. Es folgt ein Beispielteil mit einer Auswahl internationaler Projekte Nur die Bildqualität bleibt teilweise hinter dem sonst hohen Anspruch des Buches zurück. Fragwürdig erscheint das kurze Glossar, das mit für Ingenieure wenig erklärungsbedürftigen Begriffen (dafür aber jeweils mit englischem Fachbegriff) aufwartet. Dennoch bleiben zum Thema Bauen mit Membranen nach der Lektüre keine Fragen und Wünsche offen – allenfalls noch der, dass in Zukunft beim Planen und Bauen verstärkt an die Potenziale dieses Materials gedacht wird. cf
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