Architektur: Ochs Schmidhuber Architekten in MŸnchen

wohnen im schwimmbad

Durchs Wasser gleiten über den Dächern der Stadt sei ein Ausdruck von Lebensart, dachten sich in den siebziger Jahren die Erbauer eines Mehrfamilienhauses in München-Laim und gestalteten die oberste Etage als Schwimmbad. Dreißig Jahre später entwickelten die Münchner Architekten Fabian Ochs und Florian Schmidhuber für den Lifestyle des beginnenden 21. Jahrhunderts daraus eine spannende Wohnung fast ganz in Weiß. Kaum verwunderlich ist es, dass bei dieser Farbgebung und der komplexen Geometrie Raum- und Zeitebenen ein wenig verschwimmen. Die Schwimmbad- und Split-Level-Struktur ist immer noch spürbar, vor allem wegen der Fenster, die auf nicht mehr vorhandene Fußbodenhöhen bezogen sind. Durch Entfernung vieler alter Wände und Zwischendecken schafften die Architekten einen einzigen großen Raum, in dem sich nun die vielen verschiedenen weißen Einbauten und Ebenen zu einer Art großem Möbelstück verbinden. Vom ehemaligen Beckengrund, der mit dunklem Parkett belegt ist und zum Wohnen und Kochen dient, führt ein eingestellter Treppenblock zu einem Austritt auf die Dachterrasse in Höhe des ehemaligen Beckenum gangs. Weiter geht es über gefaltete Treppenstufen zur eigentlichen Erschließungsebene (Bild) mit Arbeitsraum und Schlafgalerie. Von dort zweigt ein Stichflur zur Dachterrasse und zum Bad ab, das im ehemaligen Duschen- und Saunabereich eingerichtet wurde und wo grauer Naturstein einen farblichen Kontrapunkt zum Parkett im Wohnbereich setzt. ~red