… Berlin

Berlinische Galerie
Standort: Alte Jakobstraße 124 – 128 Architekt: Jörg Fricke, DIBAG, München Fertigstellung: 2004

Fast fünf Jahre war sie heimatlos, bis nach der Pleite eines Investors und langer Suche das neue Domizil gefunden war. Aber dann wurde keine weitere Zeit verloren: Bereits nach weiteren eineinhalb Jahren hatte die Berlinische Galerie das umgebaute Glaslager in Kreuzberg bezogen. Dezent das Äußere: Erst der sich in die Tiefe des Grundstücks erstreckende Vorplatz weist auf den wertvollen Inhalt – von der Straße her ist das Gebäude kaum als Museum erkennbar.
Dann aber das Innere: Eine quadratische Halle mit sechzig Metern Seitenlänge und elf Metern Höhe wurde durch neu eingezogene Decken in einen spannungsreichen und trotzdem übersichtlichen Museumsraum verwandelt.
Ein zentraler Raum nimmt die gesamte Höhe des Gebäudes ein und zeigt noch die schlanken Betonstützen des Stahlbetonelementbaus. In ihm kreuzen sich zwei Treppen, die auf Galerien führen und somit die oberen Ausstellungsräume erschließen.
Brüstungen aus Glas, weiße Wände und der Magnesitestrich erhalten die Atmosphäre der vormalig industriellen Nutzung. In den zweigeschossigen Bereichen sind Vortragssaal, weitere Ausstellungsbereiche, Nebenräume und ein Saal für die Papierarbeiten untergebracht; der zum Eingang orientierte Vorbau nimmt Garderobe, Shop, Büro und ein Café auf. Christian Holl