Archiv nach Monaten: Dezember 2007

Erinnerungen an und Reflexionen zu Oswald Mathias Ungers

Wenige deutsche Architekten seiner Generation genossen international ein vergleichbares Prestige. Für die Architektur hat er das Recht auf eine autonome Sprache eingefordert; sie habe die Fähigkeit, »die materiellen Zwänge künstlerisch zu überhöhen«. Oswald Mathias Ungers, geboren am 12. Juli 1926, starb am 30. September dieses Jahres.

Wand- und Bodenfliesen

Dem Bauherrn ist sein Bad heilig, in nur wenige andere Räume investiert er so viel Geld wie in den privaten Sanitärbereich. Dort gilt es, die ausgefallensten Ideen zu verwirklichen und unter anderem mit kreativen Oberflächen eine individualisierte, möglichst hochwertige Ausstattung auszuführen. Die Wandlungsfähigkeit der modernen Fliese bleibt…

Anbauen Umbauen

Die rechnerische Lebensdauer von Gebäuden wird von Immobilienexperten im Allgemeinen mit 75 bis 100 Jahren angegeben. Vorsichtige Schätzungen gehen bei Einfamilienhäusern von 50 Jahren aus. Das eigene Haus wird also in aller Regel mehr Generationen beherbergen als nur die der Erbauer und ihrer Kinder. Das wirft die Frage auf, weshalb Einfamilienhäuser…
Wohnhaus Maier in Beutelsbach

Kleine Aufgabe und grosse Hoffnungen

Um das kleine Haus aus den fünfziger Jahren an die Bedürfnisse einer modernen Großfamilie anzupassen, wurde es um einen geräumigen Anbau erweitert. Alt- und Neubau bilden gestalterisch eine Einheit. Die einzelnen Bestandteile sind jedoch, innen wie außen, klar ablesbar – innen durch die Materialwahl, außen durch die differenzierte Ge…
Anbau an einen Wohnbungalow in Grasberg

Faltwerk im Grünen

Das Haus aus den siebziger Jahren, dessen Architektur dem Prinzip addierter Scheiben folgt, erhielt auf seiner Nordseite eine Erweiterung. Die Gestaltung des Anbaus verweist zwar auf Formen und Farben der Siebziger, findet aber einen eigenständigen Ausdruck und entwickelt neben skulpturalen auch eine ganze Reihe von funktionalen Qualitäten.
Haus Krammer in Waidhofen an der Ybbs (A)

Konsequent Umgedacht

Der im Kern gotische Altbau war in den siebziger und achtziger Jahren bereits zu einem unscheinbaren Häuschen erweitert worden. Seine äußere Erscheinung tat dem Stadtbild keinen Abbruch, wurde jedoch leichterhand aufgegeben, als es darum ging, der Lage und den räumlichen Anforderungen der neuen Besitzer Rechnung zu tragen. Der Gewinn, der durch…
Erweiterung eines Siedlungshauses in Ludwigsburg

Skulptur im Garten

»Verwarzung« nennt Arne Fentzloff, was derzeit mit vielen Siedlungen der fünfziger Jahre geschieht. Man kann es auch Verfettung nennen oder schlicht: Verunstaltung. Weil die bescheidenen Häuschen dem gewachsenen Wohlstand ihrer Bewohner nicht mehr entsprechen, werden sie oft ohne Rücksicht auf ihren Charakter um- und angebaut. Für sein eigenes…
Wohnhaus in Oberursel

Im Setzkasten

Das knapp achtzig Jahre alte Ferienhaus hatte beim Erwerb des Grundstückes nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Doch dann wurde es zum Ausgangspunkt für den Entwurf eines neuen Familiendomizils. Als Haus im Haus steht es nun wie ein Ausstellungsstück in einem Kasten, auf vielfältige Weise mit diesem verzahnt und doch in auffälligem Kontrast…
Villa im Park in Köln-Hahnwald

Wiederentdeckte Moderne

Weil sich die Bauherren vertrauensvoll auf die klare gestalterische Linie ihres Architekten einließen, wurde die Modernisierung der 1959 entstandenen und später umgestalteten Villa zu einer gelungenen Verbindung von Gegenwart und Nachkriegsmoderne. Die ursprünglichen Stärken des Hauses kamen wieder zu Tage.