Zeitgenössisch

Sergei Tchoban hat zusammen mit Sergei Kuznetsov in Berlin ein Haus für Architekturzeichnungen geschaffen, in dem die international bekannte Sammlung der Tchoban Foundation ihre Heimat gefunden hat. Das Museum für Architekturzeichnung präsentiert sich als viergeschossiger Massivbau mit einem gläsernen Staffelgeschoss. Abgeschlossen wird der hermetische Bau von einem gläsernen Kubus sowie den von Ganzglasgeländern umschlossenen Dachterrassen, die die teils transparente, strukturierte und statisch erforderliche Linie des Gesamtkonzepts unterstreichen.

Das auf dem Gebäude eingesetzte Befestigungsprinzip »GM RAILING Plan« ist eine Geländeranbindung, die kompromisslos nur Glas zeigt. Was als absturzsichernde Verglasung beim Handlauf beginnt, verschmilzt im Berührungspunkt des Fußbodens flächenbündig mit der Konstruktion. Die äußere Glasfläche überragt den Fußbodenaufbau und die Deckenkonstruktion und endet erst am Schnittpunkt mit der darunter liegenden Decke. Die Befestigung selbst ist nicht sichtbar, es gibt kein abstehendes Bauteil auf der Glasaußenseite und keinen Materialwechsel. ~rm