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Mehr Aussagekraft. Der neue Energieausweis

Der neue Energieausweis
Mehr Aussagekraft

Bild: Julian Hochgesang/unsplash

Seit 1. Mai gelten neue Regeln für Energieausweise von bestehenden Wohngebäuden. Damit ist die halbjährige Übergangsfrist von der EnEV zum Gebäudeenergiegesetz GEG abgelaufen. Was hat sich geändert, was sollte man als Architekt wissen?

Seit 1. Mai müssen auch die Treibhausgas-Emissionen im Energieausweis aufgeführt werden. Dadurch wird Interessenten einer Immobilie der CO2-Fußabdruck des in Frage kommenden Gebäudes deutlich vor Augen geführt. In der EnEV war diese Ausweisung bisher nicht verpflichtend. Mit der neuen Vorschrift werden die Emissionen aus dem Primärenergiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes berechnet.

Was bislang schon bei Bedarfsausweisen der Fall ist, gilt ab Mai auch bei Verbrauchsausweisen. Eigentümer müssen die energetische Qualität des Gebäudes detailliert angeben, inklusive inspektionspflichtiger Klimaanlagen. Auch das Fälligkeitsdatum der nächsten Untersuchung muss festgehalten werden.

Aussteller der Verbrauchsausweise müssen künftig die bestehenden Gebäude vor Ort in Augenschein nehmen oder anhand geeigneter Fotos bewerten, um passende Maßnahmen zur Modernisierung zu empfehlen. So soll die Qualität der Sanierungsempfehlungen verbessert werden. Stellen Eigentümer Daten für den Energieausweis bereit, sind sie für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich. Experten, die Energieausweise ausstellen, müssen die bereitgestellten Informationen sorgfältig prüfen und dürfen diese nur verwenden, wenn kein Zweifel an ihrer Richtigkeit besteht.

Die Pflicht, bei Vermietung, Verpachtung oder Verkauf eines Wohngebäudes einen Energieausweis vorzulegen, gilt in Zukunft auch explizit für Immobilienmakler, nicht nur für Eigentümer. Die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen bleiben unverändert erhalten. ~cs

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