INGENIEURBAUKUNST | db 5/2017

Schwerpunkt

db 5/2017

Ingenieurbaukunst

Viele Ingenieurbauwerke möchte man am liebsten übersehen: ungelenk, schnöde, zahllos. Dabei kann mit dem nötigen Gespür aus einer Brücke oder einem Turm ein unverwechselbarer Ort entstehen oder gar ein Markenzeichen werden. Dann lässt sich von Ingenieurbaukunst sprechen – dem bewussten und gekonnten Zusammenführen von Nutzungsanforderungen, technischen Herausforderungen, sinnvollem Abwägen und ästhetischem Anspruch.

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Lesen Sie in der aktuellen db-Ausgabe:

Remerschen

Einheit im Bootsrumpf

Informationszentrum »Biodiversum« in Remerschen (L)
VALENTINY hvp architects
Einem umgestülpten, gestrandeten Boot ähnelnd, entfaltet das mit Schindeln verschalte Holztragwerk im Innern mit seinen gegeneinander gelehnten, gitterartigen Halbschalen eine geradezu ornamentale Wirkung. Ideengeber der aufwendigen Netzstruktur war »Holzbau-Papst« Julius Natterer.

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Freising

Hoch über der Schlucht

»Isarsteg Nord« in Freising
J2M Architekten mit &structures; IT Bergmeister
Während viele konventionelle Brücken das zu überbrückende Hindernis durch ihre Gestaltung hervorheben, macht dieser Steg über die Isar bei München vergessen, dass es überhaupt zwei Seiten gibt. Statt sich selbst zu inszenieren, wird er dank der Einheit aus Form, Materialität und integralem Tragwerk eins mit der Umgebung.

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Elbphilharmonie

Ein verborgenes Kunststück

Das Ingenieurbauwerk Elbphilharmonie
Herzog & de Meuron mit Schnetzer Puskas International
Die unwiderstehliche Wirkung dieses Raumkunstwerks ist zahlreichen baukünstlerischen Setzungen zuzuschreiben. Weitgehend verborgen blieb, dass nur durch die enge ­Zusammenarbeit zwischen Architekten und Ingenieurbüro ein Tragwerk geschaffen werden konnte, das die hohen gestalterischen Ansprüche und komplexen funktionalen Erfordernisse gleichermaßen bewältigt.

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Die weiteren Themen:

Unter leichten Schwingen

Für die beschwingt leichte Wirkung der beiden Stahlbetonüberdachungen der neuen Straßenbahnhaltstelle am Berliner Hauptbahnhof loteten Gruber + Popp Architekten mit schlaich bergermann Partner die Grenzen der Bautechnik aus.
 
Nijmegen

Amorph über den Kanal

Landschaft aus Beton und Ziegel: Die Form der Promenadenbrücke in Nijmegen (Ney Poulissen Architects & Engineers) reagiert nicht nur effektiv auf die einwirkenden Kräfte, sondern trägt auch zur hohen Aufenthaltsqualität auf dem Bauwerk bei.
 
Taminaschlucht

Hoch über der Schlucht

Die Auseinandersetzung mit komplexen topografischen und geologischen Verhältnissen hat in den Alpen Meisterwerke der Ingenieurbaukunst hervorgebracht. Mit der Taminabrücke setz Leonhardt, Andrä und Partner diese Tradition mit einer ebenso anmutigen wie dauerhaften Bogenbrücke fort.
 

Ingenieurporträt

Von Masten bis zu Wolgakähnen, von Hängedächern bis zu Gitterschalen … – auf den Querdenker und Neuerer Vladimir Grigor‘evic Šuchov (1853–1939), dem epochale Neuerungen gelangen, geht eine immens hohe Zahl an Bauten in enormer Bandbreite zurück.

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Vorschau:

Anders bauen!

Maßvoll und angemessen leben und bauen, nicht totaler Verzicht, aber auch kein verschwenderischer Luxus, Qualität statt zweifelhafter Quantität. »Suffizienz« heißt das magische Wort dafür. Nach unseren 2014 und 2015 erfolgreich durchgeführten Kongressen zum Thema führen wir die Thematik anhand von Fachartikeln und Projektbeispielen in dieser Ausgabe fort.

 
 

vorangegangene db-Ausgaben:

db 3/2017

db 4/2017: Campus

Den Begriff Campus kennt jeder, und in letzter Zeit findet er inflationär Verwendung – auch von Privatfirmen, die ihre Büroareale kurzerhand Campus nennen, um sich in den Ruch universitärer Forschung zu bringen. Wir spüren den Begrifflichkeiten auf den Ebenen von Architektur und Städtebau nach, untersuchen verschiedene Herangehensweisen bei der Entwicklung von Universitätsquartieren und Bautypen und stellen vorbildliche Einzelbauten vor.

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db 3/2017

db 3/2017: Weiß

Reinheit, Erhabenheit, Unsterblichkeit und Sachlichkeit, das sind nur einige Attribute, die wir im westlichen Kulturkreis mit Weiß verbinden. Nach unserem Heft »Schwarz« (db 11/2013) widmen wir der zweiten sogenannten unbunten Farbe die aktuelle Ausgabe. Doch auch Weiß ist nicht gleich Weiß, was es beim Gestalten natürlich zu berücksichtigen gilt. Wir haben für Sie Projekte ausgewählt, bei denen unterschiedliche (weiße) Materialien außen und innen ihre Wirkung entfalten und weisen auf Möglichkeiten und Herausforderungen beim Umgang mit dieser hellsten aller Farben hin.

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db 1-2/2017

db 1-2/2017: Vorgefertigt

Die Größenordnung und auch die Komplexität vorgefertigter Bauteile nehmen immer mehr zu – bis hin zu beinahe komplett ausgebauten Wohnmodulen, die vor Ort nur noch an die versorgungstechnische Infrastruktur angeschlossen werden müssen. Wenn aber auf der Baustelle kaum noch korrigierend in Konstruktion und Gestaltung eingegriffen werden kann, muss der zuvor erreichte Planungsstand deutlich weiter fortgeschritten sein als bei einer konventionellen Bauweise. Auf welche Weise das gelingen kann, beleuchtet die aktuelle db.

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db 12/2016

db 12/2016: Redaktionslieblinge

Zum Abschluss des Jahres lädt die db wieder zu einer Entdeckungsreise zu den Lieblingsprojekten der Redakteure ein. Alle Projekte werden dabei unter dem gewohnt architekturkritischen Blickwinkel der db vorgestellt. Lesen Sie u. a. vom wahrscheinlich radikalsten Schweizer Wohnungsbauprojekt der letzten Jahre, von einem bemerkenswert schlichten Verwaltungsgebäude in Besigheim sowie vom Umbau einer alten Skifabrik im Schwarzwald in eine Pflegeeinrichtung für Kinder!

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db 11/2016

db 11/2016: Kleine Bauten

Viele kleine Projekte, von der Imbissbude bis zum Privatmuseum, finden wegen ihrer vermeintlichen Geringfügigkeit zwar nur wenig Beachtung, sind aber mit großer Sorgfalt und hohem Anspruch geplant. Sie stehen an Komplexität und Anspruch den »großen« Bauaufgaben nicht unbedingt nach. Zumal es im Kleinen nochmals mehr auf durchdachte Planung und präzise Verarbeitung aller Materialien ankommt – man darf sich keine Nachlässigkeiten leisten.

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db 10/2016

db 10/2016: 150 Jahre db

150 Jahre – keine andere Architektur-Fachzeitschrift kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken. In unserer Jubiläumsausgabe lassen wir diesen enormen Zeitraum Revue passieren. Freuen Sie sich auf überraschende, anregende, z. T. kuriose und bemerkenswerte Funde und Fakten!

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db 9/2016

db 9/2016: Tür und Tor

Wohl kaum ein Bauteil ist technisch so komplex und gestalterisch so prägend wie Tür und Tor. Um der herausragenden Rolle gerecht zu werden, bedarf es einer der Nutzung angemessenen und funktionalen Lösung. So entscheidet sich an der sensiblen Stelle des Übertritts zwischen Außen- und Innenraum – ob als sanfter Übergang oder dramatisch inszeniert – mit welcher Erwartung der Nutzer das Innere betritt.

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db 8/2016

db 7-8/2016: Polen

In der Reihe der beliebten Länderhefte richtet die db den Blick auf eine – zu Unrecht! – wenig bekannte Architekturszene; sie braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Von »Ostalgie« kann auf gestalterischer Ebene keine Rede sein, und selbst wenn im Wohnungsbau Tendenzen zum Rückzug ins Private sichtbar werden, so gibt es in Polen in den Bereichen Kultur und Wissenschaften doch umso mehr zu entdecken!

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db 6/2016

db 6/2016: Ausstellung gestalten

Um ein Thema überzeugend, stringent und für den Betrachter nachvollziehbar in Szene zu setzten, ist u.a. die frühzeitige und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Architekten, Kuratoren, Grafikern und Handwerkern entscheidend. Anhand verschiedener Ausstellungsgestaltungen (temporären und dauerhaften) lassen sich unterschiedliche Herangehensweisen und Haltungen bei der Konzeption und Umsetzung komplexer »Ausstellungslayouts« nachvollziehen.

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db 5/2016

db 5/2016: Opulent

Keine Angst vor großen Gesten, figürlichen Darstellungen, starken Farben oder glänzenden Oberflächen! Durch opulente Gestaltung können Orte entstehen, die einen Anlass zum Staunen, zum erholsamen Vergessen aber auch zur Identifikation bieten. Dazu braucht es jeweils einen tragenden Gedanken, eine Klammer, ein Konzept, damit aus der entfesselten Gestaltungslust kein kitschiges Durcheinander wird. Denn Opulenz braucht Platz zum Atmen.

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db 4/2016

db 4/2016: Wohnen – gut und günstig

Der enorme Zustrom von Schutz suchenden Menschen setzt die Politik in Europa unter Druck; es ist kaum mehr möglich, die drängenden Probleme des Wohnungsbaus auszusitzen. Einige Wohnungsbaugesellschaften und Architekten haben sich auf den Weg durch den Normen- und Beschränkungsdschungel gemacht und überzeugende Lösungen gefunden, mit Generationen übergreifenden, verdichteten, mitunter sogar flexiblen Wohnformen für jeden Geldbeutel.

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db 3/2016

db 3/2016: Holz

Der moderne Holzbau folgt dem Motto: mit Sorgfalt geplant, durchdacht konstruiert, wirtschaftlich produziert. Die Projekte in der aktuellen db-Ausgabe zeigen die breite Palette der Möglichkeiten von roh gesägt zu akkurat geglättet oder farbig lasiert, vom traditionellen Block- oder klassischen Rahmenbau bis zum Hohlkastenelement und Brettschichtholz. Die »Renaissance des Holzbaus« wird sicher ungebrochen andauern.

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db 1-2/2016

db 1-2/2016: Produktion

Gebäude der Arbeit prägen in hohem Maße unseren Alltag. Anders als bei Verwaltungsbauten spielt die Architektur bei Fabriken und Gewerbehallen i. d. R. jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Jedes beliebige Gewerbegebiet zeugt von dieser Fehlstelle. Aber: Investitionen in anspruchsvolle Planungen zahlen sich aus; darüber sind sich die Firmenverantwortlichen der anschließend vorgestellten Projekte einig – ob zur Effizienzsteigerung, als Marketinginstrument oder im Wettbewerb um Arbeitnehmer.

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db 7-8/2015

db 12/2015: Redaktionslieblinge

Auch in diesem Jahr ist die Dezember-Ausgabe der db den Lieblingsbauten der Redakteure gewidmet. Zur Auswahl der wie gewohnt kritisch betrachteten Projekte gehören dieses Mal eine Totenkapelle, die Ulrike Kunkel bei ihrer Recherchereise zum Südtirol-Heft entdeckte, der einfühlsame Umbau eines Berufsschulgebäudes in Heilbronn, dem sich Dagmar Ruhnau nähert, und ein Feuerwehrhaus in Österreich, das es Achim Geissinger angetan hat. Begleiten Sie uns auf einer Entdeckungsreise zu unseren diesjährigen Favoriten!

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db 7-8/2015

db 11/2015: Unter der Erde

Ein ebenso altes wie zwiespältiges Phänomen: Neben die Vorteile schützender Masse und gleichmäßiger Temperatur treten die Nachteile fehlenden Tageslichts und mangelnder Belüftung, die den Untergrund als Lebensraum für den Menschen eigentlich disqualifizieren. Viele Bauaufgaben sind unter der Erde aber ganz gut aufgehoben. So gestaltet sich die Welt im Untergrund als weitläufig und verzweigt und pendelt zwischen konstruktiver und bautechnischer Machbarkeit sowie Wunsch und Notwendigkeit.

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db 7-8/2015

db 10/2015: Südtirol

Anhand der ausgewählten Projekte lässt sich erkennen, was Südtiroler Architektur ausmacht, wofür sie steht und was sie prägt: auf jeden Fall der starke Bezug zur Landschaft und der Einsatz natürlicher und ortsbezogener Materialien. Örtliche Bautraditionen werden weiterentwickelt und interpretiert, und das mit hoher handwerklicher Qualität und Sorgfalt im Detail.

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db 7-8/2015

db 9/2015: Dächer

Geneigte wie flache Dachkonstruktionen funktionieren nur bei sorgfältiger Detaillierung und Ausführung. Dem kommt die Weiterentwicklung von Bautechnik und Materialien sehr entgegen. Erleben Sie in dieser db-Ausgabe Projekte, deren Typologie, Materialeinsatz und Detaillierung die Möglichkeiten des Bauteils Dach in gelungener Weise interpretieren und ausschöpfen.

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db 4/2015

db 7-8/2015: Auf Reisen

Manche Hotelkonzepte reichen über die Umsetzung aktueller Gestaltungstrends weit hinaus und leisten einen Beitrag zur Identität des jeweiligen Standorts – sei es durch die Reflexion urbaner Kultur in der Metropole, durch die Belebung vernachlässigter Quartiere in Randbezirken oder gar durch den Erhalt historischer Bausubstanz in abgelegenen Dörfern. Ein weites Feld – von Low Budget bis Luxus – weitab von der Pflege heimeliger Traditionalismen oder unreflektiertem Zeitgeit.

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db 4/2015

db 6/2015: Suffizienz

Zum ungebremsten Verbrauch von Flächen und Gütern gibt es ästhetisch überzeugende und gestalterisch anspruchsvolle Alternativen: Wohnmodelle, Arbeitswelten, Gewerbeeinheiten und Kleinstwohnungen, die maßvoll mit Ressourcen umgehen und bei denen sich Bauherren und Architekten bereits vor Beginn des Planungsprozesses fragten, wie viel Raum wirklich benötigt wird und wie dieser sich optimal gestalten lässt. So kann suffizientes Bauen funktionieren.

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db 5/2015

db 5/2015: Feiern und zusammenkommen

Versammlungsstätten sollen vielfältigen Aktivitäten Raum bieten und müssen sowohl erhöhter mechanischer Beanspruchung standhalten als auch eine große Bandbreite an Veranstaltungstechnik bereithalten. Der Umgang mit den vergleichsweise großen Bauvolumen am jeweiligen Standort führt dabei idealerweise zu sehr spezifischen Lösungen. Materialisierung und Geometrien setzen dabei Identität stiftende Akzente von ortsverbunden bis spektakulär.

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db 4/2015

db 4/2015: An und auf dem Wasser

Das Wasser ist so etwas wie der natürliche Feind des Bauens. Jeder Werkplaner kennt den Kampf gegen Kondensat, aufsteigende Feuchte und von allen Seiten eindringendes Wasser. Wagemutig erscheint da die Absicht, nah am oder gar im Wasser zu bauen. So ist es ratsam, gedanklich nicht gegen, sondern mit dem nassen Element zu planen, Eventualitäten vorwegzunehmen und auch in extremen Situationen noch Qualitäten zu suchen.

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db 4/2015

db 3/2015: Putz

Langweiliges Massenprodukt oder vielfältig und kreativ einzusetzender Werkstoff? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Dabei ist Putz so alt wie die Baugeschichte selbst und hat daher seine Qualitäten bereits über Jahrhunderte bewiesen. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Baustoff lohnt sich, zumal sich beim Umgang mit Putz – von traditionell bis experimentell – tatsächlich noch neue Gestaltungsmöglichkeiten entdecken lassen.

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db 3/2015

db 1-2/2015: Bildungsbauten

Bauten für die Wissensvermittlung jeglicher Art sind Thema dieser Ausgabe – darunter Institute und Hörsäle von Hochschulen, eine Stadtbibliothek, ein Gebäude der Katalanischen Wirtschaftskammer mit verschiedenen Seminar- und Vortragssälen sowie eine Kunsthochschule. Einrichtungen der studentischen und der beruflichen Bildung und Weiterbildung. Gebäude, an die besondere bauliche und städtebauliche Anforderungen gestellt werden, und die nicht selten mit geringem Budget realisiert werden müssen.

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