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Transparenz und Offenheit

Neubau der Firmenzentrale und Produktionsstätte Solarlux campus in melle
Transparenz und Offenheit

Solarlux, führender Hersteller von Glas-Faltwänden und Glasanbauten, wächst stetig und damit auch der Platzbedarf. Auf dem »Solarlux Campus« führt das Unternehmen seine bisherigen drei Standorte zusammen und verbessert Funktionalität und Prozesse – darüber hinaus setzt der Neubau Maßstäbe in Gestaltung, Nachhaltigkeit und Kommunikation.

~Jutta Bertelsmann-Herich

Am neuen Standort in Melle galt es, 57 000 m2 Betrieb mit Produktion, Forschung & Entwicklung, Hochregallager, Verwaltung, Schulungstrakt und Ausstellungsraum für über 600 Mitarbeiter zu planen. Das Ziel lautete hohe Gestaltungsqualität und Ästhetik, moderne Arbeitsplätze mit Autonomie und Aufenthaltsqualität für alle Unternehmensbereiche. Außerdem gewünscht war eine nachhaltige Bauweise mit eigenen Fassadensystemen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien, kombiniert mit Energierückgewinnungssystemen.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Mit der Gesamtplanung wurde der auf Industrie- und Gewerbebau spezialisierte Berliner Generalplaner DIA179 beauftragt, der das Projekt nicht nur in einer kurzen Bauzeit von 18 Monaten umsetzte, sondern das Budget auch um 5 % unterschritt. Projektleiter Stefan Fehse von DIA179 lobt den »Austausch auf Augenhöhe und mit vielen Freiheiten«. So entwickelte Solarlux auf einen Impuls der Architekten hin für die Industriehallen eine Glas-Faltwand, die das bisherige Standardmaß mit einer Größe von 5,20 m deutlich übertrifft. Ohne diese Glaswände hätten die Fassaden anders ausgesehen und eine großzügige Versorgung mit Tageslicht und Luft wäre in dem Maße nicht möglich gewesen. Die Glas-Faltwände »Made by SOLARLUX« kommen in unterschiedlichen Ausführungen fast überall zum Einsatz. Sie lassen nicht nur Tageslicht herein, sondern geben den Mitarbeitern die Möglichkeit ihren Arbeitsplatz mit dem Außenraum zu verknüpfen. Freiraumplanung spielt im Industriebau nur selten eine Rolle – hier hat das Garten- und Landschaftsplanungsbüro Lützow 7 mit Gründächern, Innenhöfen, Terrassen und einem großen Wasserbecken eine parkähnliche Umgebung für die Mitarbeiter geschaffen, die aber auch Besuchern jederzeit offen steht.

Einladender Empfang

Die Visitenkarte des Campus ist das Hauptgebäude, das »Foyer«. Die Glasfassade ist bereits von der nahen Autobahn sichtbar. Das Foyer mit rund 15 m Raumhöhe, dimmbaren LED-Leuchtringen und einem transparenten Folienkissendach versprüht eine einladende Atmosphäre – keine Spur vom typischen Industriebaucharakter. Doch das Foyer ist nicht nur für Besucher gedacht: Jeden Morgen betreten die ca. 600 Mitarbeiter das Gebäude durch den Haupteingang am Foyer. »Hier gibt es kein ›die da hinten‹ und kein ›die da oben‹,« erklärt Geschäftsführer Stefan Holtgreife dieses demokratische Prinzip.

Vorhandene Energie nutzen

Einen wichtigen Eckpfeiler der Energieversorgung bildet die Geothermie. Mit 80 Sonden, die 80 m ins Erdreich reichen ist es das größte Geothermiefeld Norddeutschlands. Zusätzlich nutzt man Produktions-Abwärme, um das Erdreich mit Wärme zu versorgen und so seine Temperaturergiebigkeit zu erhalten. Die so gewonnene Energie von ca. 300 KW dient sowohl zum Heizen im Winter als auch zum Kühlen im Sommer.

Die Autorin arbeitet als Corporate Architect bei Solarlux.


  • Standort: Industriepark 1,
    49324 Melle
    Bauherr:
    Solarlux
    Architektur: DIA179, Berlin
    in Zusammenarbeit mit Wolfgang Herich, begleitender Architekt von Solarlux
    Generalplanung:
    DIA179, Berlin
    Fertigstellung:
    Mai 2016
    BGF:
    58 000 m2, davon 25 500 m2 Produktion, 18 000 m2 Logistik, 11 000 m2 Büro- und Sozialbereiche, 2 500 m2 Ausstellung, 1 000 m2 Innenhöfe
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