Forschen

Weiß gekleidete Forscher hantieren in aseptischen Räumen mit Reagenzgläsern und Pipetten: Ein vertrautes Bild von Laboren, wie wir es seit Jahrzehnten aus Filmen und Büchern kennen. Doch handelt es sich bei Forschungsbauten um Gebäude, die aufgrund sich ständig verändernder funktionaler, technischer, ökonomischer, rechtlicher und sicherheitstechnischer Anforderungen einem besonders hohen Entwicklungs- und Veränderungsdruck ausgesetzt sind. Die Laborwelten wandeln sich rapide – und damit auch die Grundlagen für Planungen und Betrieb. Das Zeitalter der »Labor-Einbauküchenmentalität« geht dem Ende zu: Das moderne Labor gewinnt eher den Charakter einer kreativen Werkstatt und auch die Ausstattung reagiert zunehmend auf Automatisierung, Computerisierung und Miniaturisierung vieler Prozesse; Labor- und Büroarbeit wird zusammengedacht und auch räumlich zusammen gebracht. Natürlich eignet sich das nicht für jeden Forschungsbereich, besonders bei Laboratorien mit erhöhten Sicherheits- und Reinheitsanforderungen ist ein »Gegentrend« erkennbar. Für diese, von der Außenwelt abgeschirmten Forschungseinheiten, ist die Gebäudehülle wichtiges Ausdrucksmittel. Über markante, mit hochwertigen Materialien ausgeführte und präzise detaillierte Fassaden sollen Hinweise auf den innovativen Charakter der im Innern betriebenen Forschung gegeben werden. – Eine Idee, die sich anhand der folgenden, kritischen Projektvorstellungen nachvollziehen lässt. ~uk