Avant- gardistisch

Wände aus hellbraunen Klinkern und roh belassene Betondecken schichten sich in einer Villa im Berliner Ortsteil Blankenburg übereinander und bilden einen puristischen Baukörper mit filigranen Kanten, der wie ein Bungalow fast über dem Boden zu schweben scheint. Das L-förmige Gebäude gliedert das schmale rechteckige Grundstück in zwei Zonen: Während sich der eingeschossige Flügel mit offener Küche, Wohn- und Essbereich zum Vorgarten und zur Straße orientiert, befindet sich der zweigeschossige Gebäudeflügel inmitten des baumbestandenen Gartens und schafft einen ruhigen, nicht einsehbaren Rückzugsbereich. Der Berliner Bauherr und Dreier Frenzel Architecture + Communication aus Lausanne (CH) entschieden sich für viel Glas und gemauerte Außenwände aus Ziegelsteinen. Da bei aller Liebe zum Archaischen auch die gültigen energetischen Verordnungen eingehalten werden mussten, wurden die Außenwände und Decken mit natürlichen Materialien von innen gedämmt. Während auf den Betondecken insgesamt 370 m² flexible »holzFlex standard«- Dämmmatten von Homatherm zum Einsatz kamen, sind die massiven Wände mit 230 m² druckfester Dämmplatten »ID-Q11 standard«, ebenfalls von Homatherm, gedämmt. Neben Wärmeverlusten und Schallübertrag schützt die natürliche Dämmung dank Phasenverschiebung mehr als zehn Stunden vor Überhitzung der Innenräume. Durch ihre hohe Rohdichte und die hohe spezifische Wärmekapazität besitzen Holzfaserdämmstoffe ein ausgesprochen gutes Speichervermögen, das die Wärme lange im Bauteil hält und nur gebremst nach innen abgibt. ~rm