Archiv nach Monaten: Mai 2007

… in die Jahre gekommen

Felsen, Schaukelpferde und kristalllüster

Eine ungenierte Mischung aus Schweizer Chalet, Rokkoko, Zuckerbäckerei, rustikaler Blockhüttenatmosphäre und Versatzstücken idyllisierter europäischer Geschichte – 109 Zimmer, von denen keines dem anderen gleicht, eine Welt der bunten Farben und des hemmungslosen Ekklektizismus. Die Traumwelt von Alex und Phyllis Madonna ist längst als Touristenattraktion…
»Parkhotel« in Ottensheim bei Linz (A)

Hotel mit tausend Sternen

Die Zimmer aus Standardkanalrohren liegen in einem öffentlichen Park. Die Übernachtungsgäste nutzen die bereits vorhandene Infrastruktur der Umgebung: ein Schwimmbad zum Duschen, einen Tankstellenshop als Frühstücksraum. Mehr Minimalismus ist kaum denkbar, Grundbedürfnisse wie Sicherheit und Geborgenheit werden dennoch befriedigt und der Aufenthalt…

Wohlfühlen

Die einen bilden die vermeintliche Plüschigkeit heimischer Wohnzimmer nach, damit sich die Übernachtungsgäste bei ihnen wohlfühlen. Andere nehmen die Maxime, dass der Kunde König sei, etwas zu ernst und bauen regelrecht Paläste. Wieder andere lassen ihre Designer-Einrichtungen alle vier Jahre neu stylen, um weiterhin als »hip« zu gelten. Doch eigentlich…
White Chapel, Hyatt Regency, Osaka (J) Und KaPELle Des SETRE HOTELs, Kobe (J)

Lukratives Heiraten

In Japan sind seit einiger Zeit kirchliche Trauungen als gesellschaftliche Ereignisse im Trend. Längst bieten Hotels Pauschalangebote in schnell dekorierten hoteleigenen Kapellen an, Bankett und Hochzeitssuite inklusive. Die Hochzeitskapellen in Osaka und Kobe zeigen, dass auch in diesem Kontext räumliche Qualitäten jenseits religiöser Rhetorik…
Unteres Gästehaus, Kartause Ittingen (CH)

Innere Einkehr Komplexe Einfachheit

Das ehemaligen Kloster dient heute als Ort der Begegnung und als Seminarhotel. Die sehr reduzierte Gestaltung der Hotelzimmer atmet den Geist von Mönchszellen. Ein besinnlicher Ort, um der Hektik des Alltags zu entfliehen.
Hotelpavillons »Les Cols« in Olot / Girona (E)

Inneres Glühen

Am Fuß der spanischen Pyrenäen errichteten die ortsansässigen Architekten in minimalistischer Glasarchitektur fünf außergewöhnliche Hotelpavillons. In den Innenräumen der meditativen Unterkünfte stört nichts den Eindruck von Klarheit, Ruhe, Einsamkeit.
Wellness-Bereich »Tschuggen Bergoase« in Arosa (CH)

Arosa setzt die Segel

Unter hoch aufragenden »Lichtsegeln« schmiegt sich der neue Wellness-Bereich des Fünf-Sterne-Hotelpalastes in den Berg. Mit Behandlungszimmern, Saunen, Ruheräumen, Fitness-Bereich und Schwimmbecken ist das Traditionshaus für die Wintersaison und somit für die Zukunft gerüstet.
Reine Formsache

Bauen mit Lehm – Renaissance eines traditionellen Baustoffs

Lehmbau. Das klingt auf den ersten Blick nach Bauen in längst vergangenen Jahrhunderten oder nach kleinen Hütten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Doch der Eindruck täuscht. Für den Baustoff Lehm, der seit Anfang der 1980er Jahre in Deutschland wieder vermehrt eingesetzt wird, gibt es durch die Entwicklung neuer Produkte und aufgrund seiner…
Stellwerke – ein aussterbender Bautyp

Auf dem Abstellgleis

Seit 1994 die Deutsche Bahn AG gegründet wurde, ist der Schienenverkehr einem tief greifenden Wandel unterworfen. Das gilt auch für die Bauwerke der Bahn: Bei der schnell voranschreitenden Modernisierung steht das architektonische Erbe oft genug im wahrsten Sinne des Wortes im Weg.
Paradebeispiel verfehlter Denkmalpolitik: Abbruch der Fernmeldekabelfabrik in Berlin-Oberschöneweide

Das Denkmal als Gegner seiner selbst

Frankfurt droht mit der weitgehenden Zerstörung der Großmarkthalle Martin Elsässers (1926–28) ein baukulturelles Desaster. Was dort der Bürgerzorn eventuell noch verhindern kann, ist in Berlin seit Ende 2006 Realität. Trotz vehementer Proteste wurde eines der bedeutendsten Industriedenkmale der Zwanzigerjahre abgerissen: die 1927–28 von Ernst Ziesel…