Ornament

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Heftthema db 7-8/2020

Ornament

Mal ganz ehrlich: Selbst die Ästhetik der klassischen Moderne kam nicht ohne Zierrat (Detailausbildung), Dekor (Farbe, Material) und Gefälligkeit (Proportion) aus. Um der Gefahr funktionalistischer Entleertheit zu entgehen, wurde hingebungsvoll mit Maserungen, Patina, Lichteffekten oder Kontrasten gearbeitet. Denn nichts ist eben: nichts. Die…
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Reizvolle Ruheinsel

Centre Kàlida Sant Pau in Barcelona

Auf den ersten Blick erscheint er als eine ornamentale Übung auf dem Gelände des Hospital de Sant Pau, einem zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Jugendstil-Komplex. Doch der Pavillon von Miralles Tagliabue EMBT für das erste Maggie’s Centre auf dem Kontinent besticht durch die liebliche Präzision, mit der er sich in seine diffizile Umgebung fügt,…
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Die Wucht des Filigranen

Arter Museum für zeitgenössische Kunst, Istanbul

Als eines von drei privaten Museen für zeitgenössische Kunst füllt das Arter Museum ein kunstpolitisches Vakuum in Istanbul. Seine enormen Dimensionen werden von der mehrfach gebrochenen Geometrie gemildert, v. a. aber von der feinen Ornamentik aus rhomboiden Betonelementen. Mit diesen und ihrem Spiel von Licht und Schatten erinnert Grimshaw nicht…
Inhaltsverzeichnis

db 7-8/2020

Die Lust an Dekor und Ornament zieht sich durch die gesamte Kulturgeschichte und selbst durch puristische Epochen, in denen Verzierung als Verschleuderung von Ressourcen galt. Heutzutage darf sich Dekoratives an Gebäuden zeigen, sofern es aus den Materialeigenschaften heraus entwickelt ist und neben gestalterischen auch funktionale Aufgaben übernimmt.…
Landeskirchenamt von Wandel Lorch in München

Beziehungsreiches Relief

In der Maxvorstadt haben Wandel Lorch Architekten das Evangelische Landeskirchenamt um einen Erweiterungsbau ergänzt. Seine facettierte Fassade fügt sich gut in den Straßenzug und zeigt, wie sich Klassizismus und Moderne in Einklang bringen lassen.
Neue Ausgabe von db-Metamorphose erschienen

Ornamente eröffnen Neues

Es begann in den 90er Jahren: Seit digitale Produktionsmethoden im Bauwesen Einzug hielten, greifen Architekten wieder verstärkt auf das Ornament als Gestaltungsmittel zurück. Hat es sich bislang eher im Neubau verbreitet, so erobert es nun auch Sanierung und Umbau. Denn gerade in der Auseinandersetzung mit dem Bestand eröffnet es neue Spielräume…

Ornament ist nicht nötig

Der »Diamondhouse« genannte kleine Wohnanbau in Santa Monica (USA) von XTEN Architecture, Los Angeles/Sissach (CH), erfüllt vieles von dem, was der Entwurf in der db-Ausgabe über »Ornament« (s. db 11/2006, S. 111) versprach. Interessanterweise ist es genau dieses Thema – sowohl im Sinn von Schmuck als auch von gebauter »folly« –, zu dessen Diskussion…

Ornament neu aufgelegt (Basel)

Die Idee, eine Ausstellung über das Ornament in der zeitgenössischen Architektur zu organisieren, erscheint auf den ersten Blick nicht allzu originell. Das Thema ist in letzter Zeit wirklich ausgiebig diskutiert und durchexerziert worden, und inzwischen dürfte auch der Letzte mitbekommen haben, dass Ornamentik in der Architektur wieder salonfähig…
Interview mit Rüdiger Lainer, Wien

Ornament entsteht aus dem Kontext

Das Interview führte Achim Geissinger am 11. September 2006 in Wien.
Über einen Wiedergänger der Kulturgeschichte

Die Rationalisierung der Fantasie

Designer haben es einfach besser. Schon seit Jahren entwerfen sie opulent gemusterte Objekte, schwelgen in üppigen Dekoren und verwandeln historische Ornamente in zeitgenössisches Design. Über die Entwürfe, zum Beispiel von Hella Jongerius oder Marcel Wanders, regt sich niemand auf, sondern sie werden gefeiert und vor allem gekauft. In der Architektur…