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Ingenieurbaukunst

Architektur Schwerpunkt
Ingenieurbaukunst

Voraussetzung für das Entstehen von Ingenieurbaukunst, also beispielhafter Architektur mit höchstem Anspruch an das Tragwerk, ist die Kompatibilität von Material und Bauaufgabe. Dabei gilt es, sich mit Fragen auseinanderzusetzen wie: Entsprechen die Eigenschaften des präferierten Materials den funktionalen und ästhetischen Anforderungen des Entwurfs? Ist der Entwurf entsprechend anzupassen oder können die bislang gültigen Einsatzmöglichkeiten eines Materials durch technische Neuentwicklungen erweitert werden? In jedem Fall sind große Fachkenntnis, Experimentierfreude, Beharrlichkeit und ein enger Austausch der beteiligten Planer gefragt. So entstehen Bauwerke, die Tragwerk, Form und Funktion aufs Beste in sich vereinen und deren außergewöhnlicher Wirkung sich kaum jemand entziehen kann – wie z. B. beim spiralförmigen Treppenabgang in die Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau nahe Salzburg. Hier führen die Treppenläufe nicht, wie zu erwarten wäre, entlang der Felswände, sondern in einer freien Form in die Klamm hinab und inszenieren den Abstieg auf spektakuläre Art und Weise. Bei der skulpturalen Konstruktion aus der Feder des Architekten Hubert Schlögl und aste | weissteiner »wird der gewählte wetterfeste Stahl idealtypisch eingesetzt«, wie die Jury des Österreichischen Stahlbaupreises 2021 befand und das Projekt mit einer Anerkennung in der Kategorie Infrastruktur auszeichnete. ~mh

Schwerpunkt »Ingenieurbaukunst«

Bürogebäude »Brunel Building« in London (GB)

Fahrrad-und Fußgängerbrücke »Lille Langebro« in Kopenhagen (DK)

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