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Öffentlicher Raum neu gedacht

Inmitten der niederländischen Provinzhauptstadt ragt der markante Neubau des Groninger Forums aus dem historischen Stadtkern hervor. Seine Architektur besticht innen wie außen durch unkonventionelle Ansätze und lädt Besucher vom EG bis zur Dachterrasse zur Entdeckung innovativer Raumkonzepte ein. Sowohl auf den Terrassenflächen als auch im darunterliegenden Innenhof samt Treppenaufgängen kommen Entwässerungslösungen der Firma Richard Brink zum Einsatz.

~Sebastian Brink, Geschäftsführer bei Richard Brink

Jahrelang fristete das Gebiet rund um den zentral gelegenen Platz des Grote Markts ein eher unscheinbares Dasein. Dank der städtebaulichen Maßnahmen der Kommune Groningen hat das Areal eine bemerkenswerte Aufwertung erfahren. So hat z. B. der Grote Markt durch den Abriss alter Gebäude an Fläche hinzugewonnen, gleichzeitig ist mit dem Nieuwe Markt ein neuer, moderner Platz entstanden. Dieser verbindet den Grote Markt mit dem imposanten Groninger Forum, dessen Fläche zuvor von einem Parkhaus besetzt wurde.

Innovativer Entwurf, zeitloses Bauwerk

Der Entwurf stammt vom Büro
NL Architects, das den bereits 2007 ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Mit der baulichen Umsetzung, die 2011 begann, wurde BAM Bouw en Techniek, Groningen, beauftragt, die Fertigstellung war Ende 2019. Das Gebäude wurde vom Bund Niederländischer Architekten (BNA) als bestes Gebäude 2020 ausgezeichnet. Es ragt in Form eines scharfkantigen, sich nach oben verjüngenden Monolithen rund 45 m in die Höhe und setzt sich damit architektonisch und auch in Bezug auf seinen Umfang deutlich von den umstehenden Bauten ab. Gleichzeitig fügt sich das überdimensionale, rund 17 000 m2 Nutzfläche umfassende Bauwerk mithilfe seiner Fassade aus Naturstein in verschiedenen Plattenformaten gelungen in das Stadtbild ein. Einzelne Fenster und großflächige Fensterbahnen durchbrechen die ansonsten gleichmäßige, glatte Gebäudehülle und fluten das Innere mit Tageslicht. Ein großräumiges, offenes Atrium bildet das Herzstück des Forums, das sich am ehesten als »Kulturkaufhaus« beschreiben lässt. Über Rolltreppen gelangen Besucher auf die einzelnen Ebenen, ein Netz aus Freiräumen und öffentlichen Flächen, die laut NL Architects die traditionellen Grenzen zwischen öffentlichen Institutionen auflösen. Vielmehr sollen neue Begegnungsorte für Menschen sowie räumliche Schnittstellen entstehen, welche alle Funktionen von Kino, Bibliothek, Museum, Büroflächen und Arbeitsplätzen, Konferenz- und Veranstaltungsräumen miteinander verbinden.

Die Stadt zu Füssen

Die Raumgestaltung reicht bis zu einer ca. 800 m2 großen Dachterrasse, die einen einzigartigen Blick über die Stadt gewährt. Gläserne Balustraden grenzen die Dachfläche sicher ab, ohne den Blick auf die Weite des Panoramas zu verstellen. Ein Treppenaufgang führt von einem unterhalb der Dachfläche liegenden, offenen Innenhof eines Cafés auf die Plattform, die mit Sitzgelegenheiten und einem gastronomischen Angebot zum Verweilen einlädt.

Aufgrund der exponierten Lage der Terrasse und des Innenhofs galt es, diese Areale bei Niederschlägen effektiv, aber zugleich möglichst dezent und unauffällig zu entwässern. Dazu war vorgesehen, sowohl vor den gläsernen Geländern auf dem Dach als auch im Innenhof sowie seitlich der Treppenaufgänge Rinnen zu verlegen. Mit der Montage wurde die Firma Van Stokkum aus Venlo beauftragt. Die Verarbeiter legten neben der Anforderung, eine möglichst unauffällige Entwässerungslösung zu verbauen, großen Wert auf eine einfache Handhabung der Produkte sowie die Möglichkeit der Höhenverstellbarkeit aufgrund unterschiedlicher Niveaus des Untergrunds. Nach umfassender Beratung durch die Firma Richard Brink fiel die Wahl auf deren Rinnen und Roste.

nahtloses System

Entlang der Brüstung am Rand der Dachterrasse sowie unmittelbar vor dem Treppenabsatz am oberen Ende setzten die Verantwortlichen auf die Entwässerungsschlitzrinne »Lamina«. Insgesamt kamen 149 m der aus Edelstahl gefertigten Produkte zum Einsatz. Ihre Höhenverstellbarkeit erleichterte den Ausgleich von Toleranzen, um die Rinnen exakt am Niveau des umliegenden Plattenbelags auszurichten. Dank ihrer Aussteifungsprägungen verfügen die Schlitzrinnen zudem über eine hohe Stabilität gegenüber Schubkräften. Zusätzlich installierten die Verarbeiter Dränagegullys, die sich dank desselben Materials gut einfügen und gleichzeitig einen problemlosen Zugang bei Wartungsarbeiten ermöglichen. Im Verbund bilden die Lamina-Schlitzrinnen und Gullys ein kaum sichtbares, abgeschlossenes Entwässerungssystem. Im Bereich des tiefer liegenden Innenhofs samt Aufgang kam ein zweites eigenständiges System aus zwei weiteren Rinnentypen sowie Dränagegullys von Richard Brink zum Einsatz. Seitlich der Treppen gewährleisten 23 m der Dränagerinne »Stabile« den gezielten Ablauf dort anfallender Wassermengen. Die ebenfalls aus Edelstahl gefertigten und mit Maschenrosten abgedeckten Rinnen folgen passgenau dem Treppengefälle und fügen sich so ebenfalls dezent in den Außenbereich ein. Auf Ebene des Innenhofs verlaufen 37 m »Cubo«-Dränagerinnen entlang der Glasfassade. Auch diese wurden mit Edelstahl-Maschenrosten desselben Typs wie bei der Stabile abgedeckt. So bilden die Cubo- und Stabile-Rinnen einheitliche und nahtlose Entwässerungsstränge vom Innenhof bis zum Dach.

»Gemeinsam mit unserem Auftraggeber BAM Bouw en Techniek und Richard Brink haben wir für dieses einzigartige Bauvorhaben die besten Produkte zur Entwässerung gefunden. Die Zusammenarbeit war stets partnerschaftlich und lösungsorientiert«, resümiert Ruud Kersten, Ingenieur bei Van Stokkum.

weitere Informationen:
www.richard-brink.de

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