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7 Zukunftstrends in der Architektur - Studie von PlanRadar 

Studie von PlanRadar 
7 Zukunftstrends in der Architektur

7 Zukunftstrends in der Architektur
Welche globalen Trends beeinflussen die Architektur der Zukunft? Das hat PlanRadar in einer aktuellen Studie untersucht. Foto: VectorMine/stock.adobe.com

Im Juni 2022 hat das österreichische Unternehmen PlanRadar eine breit angelegte Studie zu Zukunftstrends in der Architektur durchgeführt. Dazu wurden Daten aus zwölf Ländern in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten gesammelt und ausgewertet. Nun hat PlanRadar die Ergebnisse veröffentlicht.

»Als Unternehmen für Bausoftware mit Kunden auf der ganzen Welt haben wir ein ausgeprägtes Interesse an den globalen Trends, von welchen die Architektur der Zukunft beeinflusst wird«, sagt Ibrahim Imam, Mitgründer und Co-CEO von PlanRadar. »Wir wollten verstehen, wie sich Architektinnen und Architekten in jenen Ländern, in denen wir tätig sind, an den Wandel der Zeit anpassen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, eine eingehende Untersuchung durchzuführen, um zu erfahren, wie Experten die Architektur der nächsten Jahrzehnte in ihren Heimatländern sehen.«

Wenig überraschend: Nachhaltigkeit ist wichtigster Trend 

Im ersten Teil der Studie werden die wichtigsten Architektur-Trends in den kommenden Jahrzehnten untersucht. Dazu gaben alle 12 Länder Nachhaltigkeit als wichtigsten Trend an – in Anbetracht der Auswirkungen des Klimawandels überrascht dieses Ergebnis nicht.

Jedoch gibt es innerhalb der Länder unterschiedliche Interpretationen, was »Nachhaltigkeit« bedeuten kann. So haben zehn der zwölf Länder die Null-Emissions-Bauweise als wichtiges Merkmal für künftige Bauvorhaben festgelegt. Dabei werden Gebäude so konzipiert, dass sie während des Bauprozesses so wenig CO2 wie möglich freisetzen. Die entstehenden Emissionen müssen dann auf andere Weise ausgeglichen werden.

Für die in der Studie berücksichtigten EU-Länder ist zu beachten, dass sich die EU zu anspruchsvollen Emissionszielen verpflichtet hat und dass dieser internationale Fokus die lokalen Initiativen antreibt. Die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien sehen in der Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterbedingungen zudem einen der wichtigsten architektonischen Trends für die kommenden Jahrzehnte.

Auf die Frage, wie Nachhaltigkeit erreicht werden soll, sehen zehn von zwölf Ländern geänderte Mobilitätskonzepte mit Fokus auf Fußgänger, Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr sowie die Integration von erneuerbaren Energien in die Architektur als Lösungen an.

Bei den Baumaterialien der Zukunft gehen acht von zwölf Ländern davon aus, dass sowohl Holz als auch Hanf in Zukunft häufiger im Bauwesen verwendet werden. Zudem besteht der Wunsch, mehr recycelte Materialien wie recycelten Beton und Ziegel zu verwenden.

Die 7 Top-Architektur-Zukunftstrends im Überblick

Die wichtigsten Trends in der Architektur in den kommenden Jahrzehnten laut PlanRadar-Studie
Die wichtigsten Trends in der Architektur in den kommenden Jahrzehnten. Grafik: PlanRadar

Wie in der Grafik dargestellt, gibt es mehrere universelle Trends, welche die Zukunft der Architektur bestimmen dürften. Die Untersuchungsergebnisse von PlanRadar zeigen, dass einige Themen für Architekten fast überall von Bedeutung sein werden. 

1. Nachhaltigkeit

In allen 12 von PlanRadar untersuchten Ländern haben sich die führenden Architektenverbände und Experten dazu verpflichtet, die Nachhaltigkeit des Berufsstandes zu verbessern. Nahezu zwei Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen werden Gebäuden (durch Bau, Nutzung und Abriss) zugeschrieben. Daher sind sich Architekten auf der ganzen Welt ihrer Rolle bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit bewusst.

2. Null-Emissions-Gebäude

Null-Emission bezieht sich auf den Bau von CO2-neutralen Gebäuden und ist in 10 der 12 untersuchten Länder ein wichtiger Trend. Bei einem Null-Emissions-Gebäude sollten die verwendeten Materialien, der Bau selbst, der Betrieb und der eventuelle Rückbau keine Emissionen verursachen.

3. Lebensqualität und menschenzentriertes Design

In 7 der 12 untersuchten Länder liegt der Schwerpunkt auf der Lebensqualität. Das Bewusstsein, dass Gebäude mehr sein können als nur Orte zum Arbeiten, Schlafen oder Zeitvertreib, wächst. Gebäude können so gestaltet werden, dass sie die Lebensqualität, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen verbessern. Diese Erkenntnis ist zwar schon seit langem Teil der Architekturtheorie und -ausbildung – laut PlanRadar ist es jedoch eine erfreulich Erkenntnis, dass sie auch in der Politik vieler Länder verankert ist.

4. Gebäude als Teil der Umwelt

Viele Gebäude werden mit wenig Rücksicht auf ihre Umgebung gebaut. Unabhängig vom Standort werden sie mit ähnlichen Materialien und Designs errichtet. Doch in der Hälfte der analysierten Länder legen Architekten nun Wert auf einen stärker lokal ausgerichteten Ansatz beim Bau. Dieser soll die lokal verfügbaren Ressourcen, die umgebende Landschaft, das natürliche Licht, die Ausrichtung, das Wetter etc. mehr berücksichtigen.

5. Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterbedingungen

Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels planen 5 der 12 Länder, Gebäude dahingehend zu entwickeln, dass sie widerstandsfähiger gegen witterungsbedingte Einflüsse sind. Es ist auffällig, dass einige der Länder, welche die Bedeutung dieses Architektur-Trends hervorgehoben haben, selbst stark von extremen Wetterbedingungen betroffen waren oder sind. 

6. Wiederverwendung und Umnutzung von Gebäuden 

In der Vergangenheit beschäftigte sich die Architektur vorrangig damit, Neues zu bauen. Im Streben nach mehr Nachhaltigkeit geben jedoch 6 der 12 Länder an, dass sie die Wiederverwendung oder eine Umnutzung bestehender Strukturen als wichtigen Architektur-Trend sehen. 

7. Verstärkte lokale Stadtplanung

Um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern und die Pendelzeiten zu verkürzen wird bei der lokalen Stadtplanung verstärkt darauf geachtet, dass Einrichtungen (von Lebensmittelläden über Gesundheitsdienste bis hin zu Co-Working-Spaces) in fußläufiger Entfernung zu den Wohnorten liegen. Architekten in einem Drittel der Länder heben dies als einen wichtigen Trend in der Architektur hervor. Dieser Trend überschneidet sich stark mit dem Trend hin zu mehr Lebensqualität und menschenzentriertem Design. 

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