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Weniger Biozide als vermutet

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Weniger Biozide als vermutet

Zehn Jahre nach der BIOMIK-Studie über die Verwendung von Bioziden in Bauprodukten (s. auch db 12/2008, S. 74) wurden deren geschätzte Werte nun durch konkrete Zahlen ersetzt. Das meldet das Online-Magazin EnBauSa. Überraschendes Ergebnis: Bautenfarben und -putze enthalten fast 60 % weniger Wirkstoffe als vermutet. Gründe dafür sieht der Verfasser der Studie, Michael Burkhardt von der Hochschule für Technik Rappers- wil (CH), v. a. in den exakteren Mengenangaben im Vergleich zur ersten Studie, aber auch im angepassten Produktionsverhalten der Industrie. Die Verkapselung der Wirkstoffe sei mittlerweile Standard, dazu komme die gezielte Optimierung der Produkte. Hersteller und Verarbeiter kennen zudem jetzt die noch wirksamen Mindestmengen. Darüber hinaus habe die Biozid-Richtlinie der EU dafür gesorgt, dass jeder zweite Wirkstoff vom Markt verschwunden sei, und die kürzlich in Kraft getretene Biozid-Verordnung lege noch strengere Maßstäbe an, etwa bei Nanomaterialien. Wo der Wissenschaftler noch großen Handlungsbedarf sieht, ist der Bereich Holzschutz. Bereits im Sägewerk und in der Lagerung werden Biozide eingesetzt, und der Verbrauch durch private Anwender sei höher als bei Farben und Putzen und weniger kontrollierbar. ~dr

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