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Green Urban Labs II

Innerstädtisches Grün in wachsenden Städten stärken
Modellvorhaben Green Urban Labs II

Innerstädtisches Grün steht unter Druck: Immer mehr Menschen nutzen die grünen Lungen der Stadt, gleichzeitig stehen Grün- und Freiflächen in Konkurrenz zu anderen Nutzungen wie dem Wohnungsbau. Mit dem Modellvorhaben Green Urban Labs II wollen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) innovative Ansätze in sechs Kommunen erproben.

Als Modellvorhaben wählten das BMI und das BBSR Städte mit Bevölkerungswachstum aus. Dazu gehören Aachen, Dresden, Fellbach, Ingolstadt, Saarbrücken und Karlsruhe. Im Zentrum der Forschung von Green Urban Labs II stehen folgende Leitfragen.

Leitfragen des Modells

  1. Wie lässt sich öffentlicher Freiraum erhalten, ausbauen und vernetzen? Können durch Vernetzung neue Qualitäten entstehen?
  2. Wie kann vertikales Grün horizontale Grünverluste zumindest teilweise kompensieren?
  3. Wie können die verschiedenen Ansprüche im Stadtraum (vor allem Nachverdichtung und Grün) zusammengebracht werden? Inwieweit lassen sich verschiedene Nutzungen überlagern? Welche wegweisenden neuen Ansätze für Multifunktionalität und Multicodierung gibt es?
  4. Wie kann es besser als bisher gelingen, grüne und blaue Infrastruktur interdisziplinär zu planen?
  5. Welche Synergien bestehen zwischen dem Wohnungsbau und der Grünflächenentwicklung?
  6. Welche rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen sind mit der Umsetzung neuer Handlungsansätze verbunden?

Forschungsprojekt Green Urban Labs II

Dabei gehen die Kommunen bei dem Forschungsprojekt Green Urban Labs II unterschiedliche Wege:

• Die Stadt Karlsruhe will in dem Projekt »Green GROWNership« Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken und Immobilien mit verschiedenen rechtlichen, planerischen und motivierenden Instrumenten in die Entwicklung von Stadtgrün einbeziehen.

• In Aachen will die Kommune das Gelände eines ehemaligen Parkhauses in der Innenstadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern als Grün- und Freifläche mit baulicher Arrondierung entwickeln. Angedacht sind beispielsweise eine Marktplatzfläche, eine Bühne, Wiesenflächen, grüne Aufenthaltsbereiche und Flächen für urbanes Gärtnern.

• Die Stadt Dresden wandelt im Projekt »Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark« einen Teil des Neuen Annenfriedhofs zu einem Stadtteilpark um. Erholung, Umweltbildung und Generationenaustausch gehen Hand in Hand mit Denkmalpflege und ökologischer Aufwertung.

• Die Stadt Saarbrücken will beim Modellvorhaben Green Urban Labs im Projekt »Strategien für Stadtgrün in der wassersensiblen Stadt: digital – konkret – smart« Regenwasser im Straßenraum speichern und sensorgestützt zur Bewässerung der Straßenbäume einsetzen.

• Die Stadt Fellbach erprobt im Projekt »Agriculture meets Manufacturing« grüne Innovationen für das Gewerbegebiet der Zukunft. Sie will beispielsweise Abwasser in Gewerbegebieten aufbereiten und vor Ort für urbane Landwirtschaft nutzen.

• In Ingolstadt trifft Landschaftsplanung auf Stadtplanung: Über ein »Animal-Aided Design« werden im Projekt »Faunistische Raumwiderstandsanalyse als Grundlage für Biotopverbundplanung auf Stadtebene« Barrieren für Tiere in der Stadt erkannt. Durch gezielte planerische Eingriffe im Rahmen von Green Urban Labs lassen sich so städtische Grün- und Freiräume, Grünkorridore und Biotope besser vernetzen.

Das BMI und das BBSR fördern die Modellvorhaben Green Urban Labs II mit insgesamt 300.000 Euro. Die Modellvorhaben laufen bis Ende 2023.

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