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Mehr als ein Tag der Architektur

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Mehr als ein Tag der Architektur

~Hartmut Möller

Am 25./26. Juni wird der Tag der Architektur wieder bundesweit interessierte Besucher und optimalerweise potenzielle Bauherren anziehen. Leider sind die Programme hierfür oftmals erst kurz vor knapp einzusehen. Dabei lohnt es, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen – auch damit, was in der »Provinz« geboten wird. Niedersachsen beispielsweise kämpft schon länger unter dem Motto »Langweilig ist woanders« für ein besseres Image. Folgerichtig vermitteln die Landesarchitektenkammer und die der Freien Hansestadt Bremen baukulturelle Belange bereits eine gute Woche vor der etablierten Veranstaltung und locken ihre Zielgruppe mit der »ArchitekturZeit« obendrein ins Umland. Für die Stuttgarter Planer Blocher Blocher Partners etwa bietet sich nach Errichtung des Rathauses in der Gemeinde Bissendorf ein Werkvortrag an. In Braunschweig macht die Schau zum aktuellen niedersächsischen BDA-Preis Station; ein »Audiowalk« soll ungewohnte Perspektiven auf den Stadtraum hinterm Bahnhof eröffnen. Bremen zeigt »Plätze in Deutschland 1950 und heute«, thematisiert Freiraumplanung sowie eine »Qualitätssteigerung der Alltagsarchitektur«. In der Landeshauptstadt Hannover werden neben diversen Ausstellungen, Filmabenden, Vorträgen und Symposien angesichts zunehmender Flüchtlingsströme auch Fragen zur Wohnungsbaupolitik erörtert und der umstrittene Betonklotz »Ihme-Zentrum« durch unterschiedlichste Bespielungen ins Bewusstsein gerückt. Der staatlich anerkannte Erholungsort Hüde im Naturpark Dümmer putzt sich mit Skulpturen heraus; in Lüneburg diskutiert man über bezahlbaren Wohnraum und lädt zum Stadtspaziergang, während sich der BDA in Oldenburg lediglich mittels Schaufensterpräsentation in Szene setzt. Der »Architekturfrühschoppen« ist selbst in Osnabrück vermutlich nicht so aufregend wie eine Besichtigung des dortigen Landschaftsparks Sokeland & Leimbrink oder eine Stippvisite im lokalen Museumsareal. Spannend dürften die vorgestellten Wettbewerbsergebnisse zum Wohnungsneubau anstelle Paul Baumgartens Stufenhochhauses in Wolfsburg sein, ebenso ein Abstecher auf die sonst nicht zugängliche Probebühne des Scharoun-Theaters, wo Studenten dessen Œuvre erläutern. Das ausführliche Programm ist als Broschüre oder zum Download verfügbar.
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