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Gewonnen: Architekturpreis Sachsen-Anhalt 2016

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Gewonnen: Architekturpreis Sachsen-Anhalt 2016

Architekturpreis Sachsen-Anhalt
Der Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird seit 1995 alle drei Jahre verliehen. Diesmal geht er an ein Wohnhaus in Quedlinburg. Die 1 200 Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten, die zur Wendezeit ziemlich heruntergekommen waren, sind mittlerweile größtenteils sorgfältig saniert worden und haben zur Ernennung Quedlinburgs zur UNESCO-Stadt beigetragen. Kaum mehr als eine abbruchreife Ruine war auch das Haus in der Breiten Straße [14], das seit 2006 in zwei Phasen vom Quedlinburger Büro qbatur saniert und umgebaut wurde. Der Anbau auf der Ecke fehlte schon seit den 60er Jahren, bot nun aber die Chance auf eine großzügige Wohnraumerweiterung im engen Gefüge der Fachwerkbauten. Die Formensprache ist klar zeitgenössisch, in Höhe, Material- und Farbwahl orientiert er sich aber am Hauptbau. Mehrschaliges Ziegelmauerwerk im Neubau sowie Fachwerk mit Innendämmung im Altbau sorgen in Verbindung mit einer Wandheizung sowie Lehmputz für geringe Heizkosten und gutes Raumklima. Die Jury lobte die Selbstverständlichkeit, wie hier Alt und Neu ein schlüssiges Ganzes ergeben, ebenso die gelungene Einbindung aller zum innerstädtischen Wohnen benötigten Funktionen vom Parken bis zur Dachterrasse. Das Projekt entfalte Vorbildwirkung für das Weiterbauen im Welterbe.
11. Egon-Eiermann-Preis
Aufgabe des Nachwuchspreises war es, ein fiktives Deutsches Architekturinstitut mit freiem Raumprogramm an einem frei wählbaren Ort zu entwickeln. Aus 142 Einreichungen wählte die Jury vier Preisträger und zwei Anerkennungen. Einer der Preisträger ist Maxim Bauer von der UdK Berlin, der seinen Entwurf [15] »DIAS – Deutsches Institut für Architektur und Stadt« nennt. Entlang des Berliner Landwehrkanals legt er einen architektonischen Weg zwischen Bauhaus-Archiv und Kulturforum an, der sich des vorhandenen Höhenversprungs bedient und das Ufer des Kanals deutlich aufwertet. Die Jury überzeugte insbesondere »diese städtebauliche Qualität und die Idee einer Architektur, die durch einen Spaziergang erfahrbar gemacht wird«. Die ausgezeichneten Arbeiten werden in einem Katalog dokumentiert, der beim Auslober Eternit bestellt werden kann.
161. Schinkel-Preis
Der Schinkel-Preis wird immer altehrwürdiger, die Teilnehmer bleiben immer unter 35 Jahren. Der traditionsreichste Architektur- und Ingenieurpreis vereint unterschiedliche Preise für zahlreiche Kategorien von Ingenieurlösungen bis Kunst. Aufgabenstellung war diesmal, Vorschläge in verschiedenen Maßstäben und unter unterschiedlichen Aspekten für die Nutzung des Teltowkanal-Ufers zwischen Berlin-Zehlendorf und Teltow – ehemalige Zonengrenze, immer noch Stadt- und Bundeslandgrenze – zu finden. In der Tat ist der Fluss nicht so recht zugänglich, könnte aber über eine Öffnung die beiden angrenzenden Städte, die sich während und nach der deutschen Teilung größtenteils unabhängig voneinander entwickelt haben, stärker verbinden. Der mit dem Schinkelpreis prämierte Beitrag »Teltow Connection« von Tatjana Busch und Elizabeth Stieger verknüpft die beiden Stadtbereiche über eine langgestreckte Freiraum-Achse [16] und stärkt dabei gleichermaßen beide Uferseiten, so die Jury.
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