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Gewonnen: 2014 WMF

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Gewonnen: 2014 WMF

2014 WMF/Knoll Modernism Prize
Der World Monuments Fund zeichnet alle zwei Jahre Projekte aus, die Bauten der Moderne vor dem Verschwinden bewahren. 2014 ging der Preis an das Finnische Komitee für die Restaurierung der Bibliothek Viipuri, die Alvar Aalto von 1927-35 realisierte und die die Entwicklung seiner spezifischen Architektursprache zwischen organischen Formen und Materialien sowie funktionalistischem Ausdruck zeigt. Charakteristisch für den Bau sind 58 Oberlichter, die gewellte Holzdecke im Vortragssaal und das glasummantelte Treppenhaus.

Kurze Zeit nach Fertigstellung fiel die Stadt an die UdSSR und hieß ab sofort Vyborg, die Bibliothek war Vernachlässigung, unsachgemäßen Reparaturen und weiteren Gefahren durch unklare Zuständigkeiten ausgesetzt. Bereits ab 1992 bemühte sich das Komitee um die Sanierung des Gebäudes mit der Hilfe eines Netzwerks aus Forschern, Konservatoren und Architekten, unterstützt durch gut kooperierende finnische und russische Behörden. Seit 2013 ist die städtische Bibliothek wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Deutscher Verkehrsplanungspreis
Konzepte für eine nachhaltige Mobilität stehen im Fokus des Preises, den der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD und die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL vergeben. 2014 drehte sich die Aufmerksamkeit um Verkehrsschnittstellen, die es den Nutzern leicht machen, vom Auto auf die Bahn, vom Bus aufs Fahrrad usw. umzusteigen. Prämiert wurde die Stadt Eschwege mit ihrem neuen Stadtbahnhof, geplant von ppb Projektservice Planen und Bauen aus Hannover. Hier sind Bahnanschluss, Bushaltestellen und Parkhaus miteinander verknüpft, ein Café macht das Warten angenehmer. Das Konzept funktioniert offenbar: Bei der Preisverleihung stellte der Eschweger Bürgermeister fest, dass neue Fahrgäste gewonnen wurden.
Baukultur in Deutschland
Der Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung möchte anhand besonders gelungener Beispiele einen Beitrag zur Klärung der wichtigsten Kriterien und Merkmale von Baukultur leisten. Er ging dieses Jahr an die Architekten Lederer Ragnarsdóttir Oei für den Neubau des Hospitalhofs in Stuttgart (s. db 8/2014, S. 65). Die vier Auszeichnungen wurden an Bayer & Strobel für die neue Aussegnungshalle in Ingelheim (s. db 4/2013, S. 25) verliehen; an Glass Kramer Löbbert mit Prof. U. Graff für den Neubau :envihab – Institut für Luft- und Raum-fahrtmedizin in Köln (s. db 4/2014, S. 65); an Kissler + Effgen für die Umgestaltung einer Kirche in Köln in ein Kolumbarium (s. db 11/2014, S. 25) sowie an schneider + schumacher für die Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt a. M. (s. db 4/2012, S. 62).
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