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Gewinner des DesignBuild Research

Gewinner des DesignBuild Research-Wettbewerbs
Zukunftsforschung für die Architektur

DesignBuild Research Jury
Die Jury: Prof. Ralf Pasel, Stiftungsrat Architektur, Carlo Stotmeister, Mitglied des Stiftungsvorstands, Gregor Botzet, Stiftungsrat Handwerk und Prof. Dr.-Ing. Riccardo La Magna. (v.l.n.r.). Foto: Sto-Stiftung

Die Sto-Stiftung hat in diesem Jahr zum ersten Mal ihren DesignBuild-Wettbewerb zusätzlich in der Kategorie Research ausgelobt. Neben Project und Reflect ist es bereits der dritte DesignBuild-Bereich für den umfangreiche Förderungen bereitgestellt werden. Nun wurden die Gewinner-Projekte für die Kategorie Research ausgewählt.

Seit Jahren fördert die Sto-Stiftung DesignBuild-Projekte. Um den Fokus bezüglich DesignBuild zu schärfen und ganzheitlich abzudecken, gibt es seit diesem Jahr drei Zweige des DesignBuild-Wettbewerbs der Sto-Stiftung. DesignBuild Project unterstützt weiterhin studentische Selbstbau-Projekte. Die Förderung in der Kategorie Reflect orientiert sich an dem Wunsch, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den DesignBuild-Projekten in Buchform zu veröffentlichen. Research richtet sich in erster Linie an die Architekturforschung. Neue Methoden, Verfahren und Ideen, welche die Architektur bereichern und auf Themen wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung beim Bauen abzielen, sollen damit die Förderung erhalten, die sie benötigen.

DesignBuild Research

Prof. Ralf Pasel erläutert den Gedanken dahinter: »Mit Research schließen wir eine Lücke. Die Stiftung unterstützt seit Jahren DesignBuild-Projekte weltweit, hat sich bisher aber noch nicht der Forschungsförderung in diesem spannenden Feld gewidmet. Das ändern wir jetzt. Neben DesignBuild Project und DesignBuild Reflect suchen wir mit DesignBuild Research die Schnittmenge zwischen architektonischer Praxis, Lehre und der Forschung. Mit dem Wettbewerb möchten wir speziell den Mittelbau an Universitäten und Hochschulen europaweit fördern.«

Fünf Gewinner-Projekte

Zu diesen zählt das Projekt Willowprint unter der Leitung von Dr.-Ing Joost Meyer. Er entwickelt mit seinem Team von der RWTH Aachen eine Methode, um aus Weiden im Waldlabor Köln 3D-druckfähiges Material zu erstellen. Hierfür soll u.a. die Herstellung einer verarbeitungsfähigen Weidenmasse erprobt werden.

Prof. Dr.-Ing Christoph Gengnagel von der UdK Berlin entwickelt in seinem Projekt »Fibrecast« neuartige Holzverbindungen. Dabei werden sehr leistungsfähige Verbindungen für schlanke Holzprofile entwickelt, deren Tragkraft in einer experimentellen architektonischen Struktur demonstriert werden soll.

Beteiligte der TU Kaiserslautern wollen in ihrem Projekt »t-lab Campus Diemerstein« aufzeigen, wie 100% kreislaufeffizientes Bauen gelingt. Dazu wird eine Werk- und Forschungshalle gebaut, die aus elementierten, standardisierten Bauelementen besteht, die reversibel gestaltet und wiederverwendbar sind. Geleitet wird das Vorhaben von Prof. Dr.-Ing Jürgen Graf.

Der ausgewählte Wettbewerbsbeitrag »Kinetic Umbrella« von Jonas Schikore von der TU München befasst sich mit der Herstellung von räumlich wandelbaren Tragstrukturen. Diese sollen möglichst unter geringem Materialeinsatz und mit einfachen Mitteln generiert werden. Die elastische Gitterstruktur ist klar definiert und mit einem adaptiven, textilen Sonnenschutzsystem bekleidet.

Überzeugt war die Jury auch vom Projekt »Design Matter« von Prof. Dr. Ignacio Borrego von der TU Berlin. Unter seiner Leitung werden neue Verbundstoffe erforscht, deren Eigenschaften gezielt gesteuert werden können und somit neue Möglichkeiten für die Bauindustrie eröffnen. Hauptbestandteil der Verbundwerkstoffe wird institutseigener Abfall studentischer Modellarbeiten sein.

Mehr zu DesignBuild und den Förderprojekten gibt es unter dieser Webseite.

Sto-Stiftung

Die Sto-Stiftung unterstützt junge Menschen finanziell und ideell in ihrer handwerklichen oder akademischen Ausbildung im Baubereich. Damit übernimmt sie in besonderer Weise Verantwortung für das funktionierende Gemeinwohl – auch in der Zukunft. Neben der fachlichen Kompetenz sollen dabei auch Persönlichkeit und soziale Verantwortung gefördert werden.

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