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Europäischer Preis für den öffentlichen Stadtraum - Die 5 Finalisten stehen fest

European Prize for Urban Public Space
Die 5 Finalisten stehen fest

Die Finalisten beim »European Prize for Urban Public Space« stehen fest. Aus insgesamt 326 Einreichungen hat die Jury fünf Projekte ausgewählt, die Chancen auf den Sieg haben. 20 weitere Projekte werden in das Archiv des Europäischen Preises für den öffentlichen Stadtraum aufgenommen.

Mit dem »European Prize for Urban Public Space« werden seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre Projekte ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise öffentlichen Raum in europäischen Städten schaffen, umgestalten bzw. wiederherstellen.

Das Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB) verzeichnete in diesem Jahr mit 326 Einreichungen eine Rekordbeteiligung. Insgesamt sind 35 Länder beim Wettbewerb vertreten. Die meisten Arbeiten stammen aus Spanien, Polen, Italien, Frankreich und Portugal; Armenien ist erstmals mit dabei, Zypern, Island, Georgien und Lettland sind nach einer Pause zurückgekehrt. Außerdem ist in diesem Jahr die Teilnahme der Ukraine hervorzuheben.

Der Gewinner wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 14. und 15. November im CCCB bekanntgegeben.

Die Jury 

Der internationalen Jury gehören in diesem Jahr an: 

  • Teresa Galí-Izard, Agraringenieurin und Landschaftsarchitektin , die an der ETH Zürich Landschaftsarchitektur lehrt,
  • Hans Ibelings, Architekturkritiker, Historiker und Herausgeber von The Architecture Observer,
  • Eleni Myrivili, promovierte Anthropologin und Beraterin für Resilienz und Nachhaltigkeit in Athen,
  • Andreas Ruby, Direktor des Schweizerischen Architekturmuseums in Basel,
  • Paloma Strelitz, Architektin, Creative Director von Patch und Gründerin von Assemble von Patch und Gründerin von Assemble, London sowie
  • Špela Videčnik, Architektin und Gründungsmitglied des Architekturbüros OFIS in Ljubljana
  • mit Unterstützung von Lluís Ortega, Architekt, Dozent an der UPC und Sekretär des Preises.

Die fünf Finalisten

Catharijnesingel, 2020 | Utrecht, Niederlande 

Catharijnesingel in Utrecht - Wasser im öffentlichen Stadtraum
Catharijnesingel, 2020 | Utrecht, Niederlande. Foto: OKRA landschapsarchitecten

Die Sanierung des Catharijnesingel im niederländischen Utrecht hat den Autoverkehr von der stark belasteten Straße verbannt und stattdessen das Wasser zurückgeholt. Dadurch ist neuer öffentlicher Raum entstanden, der für Radfahrer und Fußgänger zugänglich ist. »Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie städtische Räume durch die Rückgewinnung von Wasser und seiner biologischen Vielfalt wiederbelebt werden können«, so das CCCB. Alle Elemente wie Bäume, Vegetation, Pflasterung und Stadtmobiliar haben OKRA Landschaftsarchitekten sorgfältig ausgewählt. Durch die Sanierung des Catharijnesingel ist dort ein neues, natürliches und gesundes Mikroklima entstanden, das in Zeiten des Klimawandels eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

OKRA landschapsarchitecten


Flow, 2021 | Brüssel, Belgien

Temporäres Schwimmbad Flow in Brüssel als öffentlicher Stadtraum
Flow, 2021 | Brüssel, Belgien. Foto: Paul Steinbrück

Flow ist das das erste Freibad, das seit vierzig Jahren in Brüssel errichtet wurde – entworfen und gebaut unter Beteiligung von 50 jungen Menschen. Die temporäre Struktur schafft einen vielfältigen Ort der Begegnung, an dem sich frische Luft und Wasser genießen lassen. Als einfaches, wirtschaftliches und modulares System, das sich leicht errichten lässt, ist das temporäre Schwimmbad ein gutes Beispiel dafür, wie sich jeder an der Schaffung eines gesunden öffentlichen Raums beteiligen kann.

Jozef Wouters
www.pooliscool.org


Hage, 2021 | Lund, Schweden

Unbebautes Grundstück als öffentlicher Raum für Bürgerinnen und Bürger im schwedischen Lund
Hage, 2021 | Lund, Schweden. Foto: Geir Brendeland

Das Bistum von Lund hat beschlossen, auf seinen Grundstücken öffentlichen Raum zu schaffen, der sich der Logik der raschen Urbanisierung entzieht. Ein noch unbebautes Grundstück am Stadtrand von Lund wird deshalb sich selbst überlassen und steht Bürgerinnen und Bürgern offen – statt mit der städtebaulichen Entwicklung in seiner Umgebung Schritt zu halten. Auf dem Grundstück befindet sich ein Hof, der an drei Seiten von Mauern aus Ziegelsteinen eines abgerissenen Fabrikgebäudes umschlossen wird – ein Vorgriff auf eine allmähliche Entwicklung des Ortes als »hortus inconclusus«.

Brendeland & Kristoffersen Architekten, Price & Myers


Place Saint Sernin, 2020 | Toulouse, Frankreich

Öffentlicher Stadtraum Place Saint Sernin in Toulouse
Place Saint Sernin, 2020 | Toulouse, Frankreich. Foto: BAU

Die Umgestaltung des Place Saint Sernin in Toulouse verleiht dem historischen Stadtgefüge wieder eine besondere Note. Die Autos, die früher den Platz belegten, wurden von dort verbannt und die verlorenen Bäume als Gestaltungselement des öffentlichen Stadtraums wieder eingesetzt. Die Einfachheit des Entwurfs, die verwendeten Materialien und die Anerkennung des historischen Erbes des Ortes haben dazu beigetragen, den einst gefährdeten öffentlichen Raum zu reaktivieren, seine vertikale Dimension zurückzuerlangen und einen Bereich zu schaffen, der eine Reihe ganz unterschiedlicher öffentlicher Nutzungen aufnehmen kann.

BAU (Joan Busquets, Pieter-Jan Versluys), MDP (Michel Desvigne), LEA, EGIS


Stadtgarten »Sporta pils dārzi«, 2021 | Riga, Lettland

Stadtgarten »Sporta pils darzi« in Riga
Stadtgarten »Sporta pils darzi«, 2021 | Riga, Lettland. Foto: Kristīne Majare

Der städtische Gemeinschaftsgarten »Sporta pils dārzi« ist das Ergebnis einer Volksinitiative zur Wiederherstellung eines verlassenen Grundstücks. Auf dem Gelände werden Setzlinge gepflanzt, die Räume dazwischen wiederum für Veranstaltungen und Begegnungen genutzt. Dadurch entsteht ein neues Modell von öffentlichem Stadtraum, das produktive, kulturelle und soziale Logiken miteinbezieht und die entstehenden natürlichen Elemente als Teil des Gemeinschaftsraums integriert.

www.sportapilsdarzi.lv


20 weitere Projekte fürs Archiv

Aus den eingereichten Arbeiten hat die Jury – neben den fünf Finalisten – 20 weitere Projekte ausgewählt, die in das Archiv des Europäischen Preises für den öffentlichen Stadtraum aufgenommen werden.

Hier können Sie sich die Fotos aller 25 ausgewählten Projekte anschauen »

www.publicspace.org

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