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Ingenieurbaukunst von Weltruhm - Jörg Schlaich gestorben

Ingenieurbaukunst von Weltruhm
Jörg Schlaich gestorben

Jörg Schlaich ist tot. Der international für seine filigranen Seilnetzkonstruktionen bekannte Bauingenieur starb am Samstag im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie.

Geboren wurde Jörg Schlaich 1934 als Sohn eines evangelischen Pfarrers im schwäbischen Remstal. Nach Abitur und Schreinerlehre studierte er Architektur und Bauingenieurwesen in Stuttgart und Berlin. 1980 gründete er gemeinsam mit Rudolf Bergermann das Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner.

Jörg Schlaich entwarf Ingenieurbaukunst von Weltruhm. Bekannt wurde er vor allem durch seine filigranen Seilnetzkonstruktionen, Brücken und Stahltürme. Er war u.a. am Zeltdach des ikonisch gewordenen Münchner Olympiastadions beteiligt, am Dach der Stuttgarter Mercedes-Arena und am Bau des Stadions im brasilianischen Manaus. Auch seine leicht anmutenden, schlanken Brücken stehen in aller Welt – von Kiel (zusammenklappbare Hörnbrücke) über Kalkutta (Hooghly Bridge) bis Hongkong (Ting Kau Bridge). Am Wettbewerb um den Wiederaufbau des 2001 zerstörten World Trade Centers war Schlaich als Co-Autor der Gruppe »Think« beteiligt. Der »Freedomtower« konnte allerdings nicht nach seinen Plänen realisiert werden.

Jörg Schlaich lehrte rund ein Vierteljahrhundert an der Universität Stuttgart die Kunst der Baukonstruktion und wurde vielfach ausgezeichnet.

Traueranzeige auf der Seite Schlaich Bergermann und Partner »

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