db-Metamorphose (494 Artikel)

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache – für viele Architekten macht das Bauen im Bestand den Löwenanteil ihrer täglichen Arbeit aus. Sanierung, Umnutzung oder Erweiterung bestehender Gebäude füllen die Auftragsbücher, im Wohnungsbau etwa fließen derzeit rund 70 % aller Investitionen in den Bestand. Im Jahr 2013 beschlossen wir daher in der db-Redaktion, uns diesen Themen regelmäßig zu widmen – in einem neuen Heftteil namens »db-Metamorphose«.
Bauen im Bestand
Im Kern der Berichterstattung stehen ausgewählte Projekte, die neue Wege im Umgang mit vorhandener Bausubstanz aufzeigen. Die Bandbreite reicht von der behutsamen Instandsetzung von Denkmalen über die sorgfältige Modernisierung von Altbauten bis hin zum radikalen Umbau. Flankiert werden die Objektreportagen von Fachartikeln zu technischen und rechtlichen Fragen rund ums Bauen im Bestand. In der Rubrik Energetisch Sanieren beleuchten wir neue Entwicklungen bei Dämmung, Lüftung und Heizung. Aber auch historische Baustoffe sind uns eine eigene Betrachtung wert. Unter dem Schlagwort Schwachstellen spüren wir den typischen Punkten nach, an denen es häufig zu Bauschäden kommt, und zeigen auf, wie sie sich dauerhaft sanieren lassen. Schauen Sie regelmäßig auf diese Seiten oder bestellen Sie den db-Metamorphose-Newsletter – so bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand.


Gut Maarhausen bei Köln

Einfühlsam erneuert

Das Problem ist immer das gleiche: Sollen Landwirtschaftsgebäude umgenutzt werden, müssen zusätzliche Öffnungen zur Belichtung her – soll dies denkmalverträglich geschehen, muss man sich etwas einfallen lassen. Das haben Trint+Kreuder d.n.a gemeinsam mit dem Denkmalamt der Stadt Köln getan, als sie damit begannen, Gut Maarhausen zu Büros und Ateliers…
Coworking-Büro in Madrid (E)

Durchlöchert

Wie verwandelt man den Charakter eines Raums, ohne seine Essenz zu verändern? Dieser Herausforderung stellte sich das Madrider Büro ch+qs bei der Erweiterung des »HUB Madrid«. Das Coworking-Büro in einer ehemaligen Busgarage, das vom gleichen Architekenteam gestaltet worden war, benötigte mehr Platz. Abhilfe sollte die Umnutzung des darüberliegenden…
Dauerausstellung »Occidens« in Pamplona (E)

Laufsteg durch Jahrtausende

Die zentrale Gestaltungsidee ist so simpel wie bestechend: Durch die Sammlung des Diözesanmuseums von Pamplona, die in zwei Nebengebäuden der Kathedrale untergebracht ist, führt ein Laufsteg aus schwarzen Stahlplatten von 1 cm Stärke. Wie eine Art begehbare Zeitschiene zieht er sich durch die Räume der Dauerausstellung »Occidens«, die sich mit…
Herausforderung Fensterbank
Von Gewerkelöchern, Putzabrissen und zweiten Dichtebenen

Herausforderung Fensterbank

Neben dem gestalterischen Aspekt dient die äußere Fensterbank primär dem Witterungsschutz. Sie hat samt ihrer Anschlüsse die Aufgabe, das Oberflächenwasser von Fenster und Fassade kontrolliert abzuleiten und einen Wassereintritt in die Konstruktion zu verhindern. Diese Aufgabe erscheint auf den ersten Blick nicht wirklich bemerkenswert, dennoch…
Fassadenneugestaltung in London (GB)

Heißes Eisen

Für das Modelabel Paul Smith haben 6a architects in einem Londoner Bürohaus einen Flagship Store eingerichtet — und für das Straßengeschoss eine gusseiserne Fassade entworfen. Sie gewinnt einem alten Baustoff neue gestalterische Möglichkeiten ab. Mit modern interpretierten Ornamenten nimmt sie Bezug auf die lokale Bautradition.
Schulzentrum Nord in Stuttgart

Voller Durchblick

Den Auftrag, eine Bildungseinrichtung für rund 4 000 Jugendliche umzubauen, erhält man nicht alle Tage. In Stuttgart sind eine kaufmännische und eine elektrotechnische Berufsschule in einem gemeinsamen Zentrum von stolzen 26 000 m² zusammengefasst. Weil das weitläufige Gebäude aus dem Jahr 1982 relativ dunkel und introvertiert war, hat das ortsansässige…
Ferienhaus in Morzine (F)

Kunstvoll durchbrochen

In einem Alpendorf haben die Architekten und Designer von JKA und FUGA Widersprüche vereint. Obwohl sie einen ehemaligen Bauernhof zu einem luxuriösen Feriendomizil umbauten, hat er seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Seine ornamental perforierte Holzbekleidung reagiert auf die Nachbarbebauung, bildet den Verlauf der Sonne ab und knüpft an…
Energetische Sanierung der Kunsthalle Mannheim

Präzedenzfall in Mannheim

Neben komplexen organisatorischen und technischen Anforderungen ist die energetische Sanierung von Museumsbauten eine besondere Herausforderung. Um die Ansprüche nach flexiblen Ausstellungsflächen bei sensiblen Klimaparametern in den Innenräumen zu erfüllen, ist ein akribisch aufeinander abgestimmtes Gesamt- konzept Voraussetzung.
Abgeordnetenhaus in München

Frisch gekämmt

Platte drauf und fertig: Beim Sanieren von Gebäuden ohne Denkmalschutz wird häufig ein Wärmedämmverbundsystem einfach stur in homogener Stärke über die Bestandsfassade gezogen. Nicht so beim Abgeordnetenhaus in der Ismaninger Straße in München. Die Architekten Hild und K entwickelten für den Bau ein ornamentales Relief, das sich konstruktiv begründen…
Keramikmuseum in Sevilla (E)

Schöner stapeln

Von der Töpferei zum Museum: Das Architekturbüro AF6 Arquitec- tos hat der ehemaligen Keramikmanufaktur »Cerámica Santa Ana Rodríguez Díaz« ein Geschoss aufgesetzt und einen ornamentalen Sonnenschutz verpasst. Selten wurde moderner Bauschmuck so sinnfällig und beziehungsreich verwendet wie bei diesem Gebäude.