db-Metamorphose (406 Artikel)

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache – für viele Architekten macht das Bauen im Bestand den Löwenanteil ihrer täglichen Arbeit aus. Sanierung, Umnutzung oder Erweiterung bestehender Gebäude füllen die Auftragsbücher, im Wohnungsbau etwa fließen derzeit rund 70 % aller Investitionen in den Bestand. Im Jahr 2013 beschlossen wir daher in der db-Redaktion, uns diesen Themen regelmäßig zu widmen – in einem neuen Heftteil namens »db-Metamorphose«.
Bauen im Bestand
Im Kern der Berichterstattung stehen ausgewählte Projekte, die neue Wege im Umgang mit vorhandener Bausubstanz aufzeigen. Die Bandbreite reicht von der behutsamen Instandsetzung von Denkmalen über die sorgfältige Modernisierung von Altbauten bis hin zum radikalen Umbau. Flankiert werden die Objektreportagen von Fachartikeln zu technischen und rechtlichen Fragen rund ums Bauen im Bestand. In der Rubrik Energetisch Sanieren beleuchten wir neue Entwicklungen bei Dämmung, Lüftung und Heizung. Aber auch historische Baustoffe sind uns eine eigene Betrachtung wert. Unter dem Schlagwort Schwachstellen spüren wir den typischen Punkten nach, an denen es häufig zu Bauschäden kommt, und zeigen auf, wie sie sich dauerhaft sanieren lassen. Schauen Sie regelmäßig auf diese Seiten oder bestellen Sie den db-Metamorphose-Newsletter – so bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand.


LOEWE Forschungszentrum BiK-F in Frankfurt a. M.

Aufgefrischte Schale, neuer Kern

Ein außen sichtbares Betonskelett, unge- dämmte Ziegelwände und eine Brise-Soleil- Struktur als Wärmebrücke – das ehemalige Institutsgebäude für Lebensmittelchemie auf dem Frankfurter Bockenheim Campus war eine wahre Energieschleuder. Als eines der wichtigsten Bauwerke Ferdinand Kramers genießt es jedoch Denkmalschutz. Das Planungsbüro SSP hat…
Nachbarschaftszentrum in Eindhoven (NL)

Wie von selbst gewachsen

Unter der Brücke landet man in der Regel, wenn einem das Dach über dem Kopf fehlt: Das Nachbarschaftszentrum im Eindhovener Stadtteil Drents Dorp hingegen zeigt, dass sich unter Infrastrukturbauten mit wenig Aufwand auch Räume mit Charme verwirklichen lassen. Wie ein Parasit sitzt die einfache Holzkonstruktion aus Recycling-Materialien unter der…
Energiebunker in Hamburg-Wilhelmsburg

Ein grauer Riese wird grün

Nicht nur beim Einzelgebäude, sondern auch auf Stadtteilebene erfordert die Energie-wende gestalterische Kompetenz. In Hamburg-Wilhelmsburg haben HHS Architekten einen einstigen Flakbunker zu einer Zentrale für erneuerbare Energien umgebaut. Sie versorgt bis zu 3 000 Haushalte im angrenzenden Quartier mit Wärme und bis zu 1 000 Einheiten mit Strom.…
Juweliergeschäft in London

Einzelstück

Ein paar Schritte hinter den Großbauten The Shard (s. db 9/2012, S. 7), Guy’s Hospital und dem Bahnhof London Bridge wird Southwark so kleinteilig, als schriebe man noch immer das Jahr 1900: enge Straßen, kleine Lädchen, Backsteinbauten in Tönen zwischen Ocker und Dunkelrot. Das Geschäft des Goldschmieds Alex Monroe bildet den Endpunkt einer…
Melanchthonhaus in Lutherstadt Wittenberg

Des Museums wichtigstes Exponat

~Cornelia Heller Das 1536 in Wittenberg von Kurfürst und Universität für Philipp Melanchthon erbaute Renaissancegebäude gilt als die »authentischste« der UNESCO-geschützten Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt. Die gleichnamige Stiftung hat es innerhalb der vergangenen zwei Jahre von dietzsch & weber…
Nutzerunabhängige Wohnungslüftung nach DIN 1946–6: 2009–05

Sinn oder Unsinn?

Die DIN 1946–6 zur Lüftung von Wohnungen ist umstritten, fördert sie doch den Einsatz sogenannter Zwangslüftungen. Eine Umfrage unter Sachverständigen ergab, dass die Mehrzahl von ihnen sie nicht als allgemein anerkannte Regel der Technik betrachtet. Dies dürfte auf gerichtliche Auseinandersetzungen in Zukunft Einfluss haben.
Veranstaltungszentrum in Hannover

Wiederbelebung einer Institution

~Hartmut Möller Auf einem ehemaligen Industriegelände in Hannover-Limmer entsteht derzeit nach Plänen von Hübotter + Stürken der »Stichweh Leinepark«. Bereits 1890 eröffnete auf dem Grundstück die »Schwanenburg«, eine Gastronomie mit Konzertsaal. Sie wurde wenig später vom Unternehmer…
Studentisches Wohnhochhaus in München

Das Gesicht wahren

In freier Interpretation weiterentwickelt: Das prägnante außenliegende Tragwerk eines Hochhauses im Münchner Olympiadorf verschwand hinter Wärmedämmung und wurde anschließend wieder nachempfunden – mithilfe neuer Betonelemente, die jetzt vor der Fassade hängen. Zumindest das Erscheinungsbild des 1970er-Jahre-Baus konnte das Büro Knerer und Lang…
Neue Ausgabe von db-Metamorphose erschienen

Industrielles Erbe

Was tun, wenn ein Produktionsstandort schließt? Wurden leerstehende Industriebauten früher meist als hässliche Fremdkörper in der Stadt empfunden und bedenkenlos abgerissen, so hat sich die Wahrnehmung in den 70er Jahren gewandelt: Seither begreift man sie als wesentliche Bausteine der gründerzeitlichen Stadterweiterungen und bemüht sich um ihren…
Peter Behrens´ Gut Hohenlanke bei Neustrelitz

Überformt und verfremdet

Mit einem eigenen Wohnhaus beginnt nicht nur das gebaute Œuvre von Peter Behrens, sondern endet es auch. 1931 entwarf er eine in die Landschaft ausgreifende Gutsanlage auf einer Anhöhe am Zierker See. Sie zeigte eine bislang kaum beachtete Facette seines Schaffens: eine organische Architekturauffassung. Durch starke bauliche Veränderungen ist die…