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Herzog & de Meuron (Münchenstein)

Eine dunkelrote, brodelnd aufgetischte Zuckersuppe empfängt den Besucher im Erdgeschoss des Schaulagers, das Herzog und de Meuron im vergangenen Jahr als Museum vor den Toren Basels bauten. Der Zucker ist natürlich zum »Kunstwerk« ausgehärtet – und als Konditoren beweisen die beiden Baseler, die seit Kindesbeinen gemeinsame Sache machen und inzwischen…

Matières 6/2003

Actualité de la critique architecturale. Hrsg. vom Institut d’architecture et de la ville de l’EPF de Lausanne. Beiträge von Martin Steinmann, Bruno Reichlin, Jacques Lucan u.a., 128 Seiten, Format 21 x 27 cm, 32,50 Euro, 47,50 SFr. Presses Polytechniques et Universitaires Romandes, Lausanne, 2003

Verlockungen der Architektur

Kritische Beobachtungen und Bemerkungen über Häuser und Städte, Plätze und Gärten. Von Manfred Sack. 360 Seiten mit 98 schwarzweißen Abbildungen, Broschur, Format etwa 17 x 21 cm, 31 Euro, 48 sFr. Quart Verlag, Luzern, 2003

a_schau (Wien)

Seit geraumer Zeit machen subventionierte Wiener Bühnen Theater für Leute, die eigentlich nicht ins Theater gehen. Die auflagenstärkste Zeitung Österreichs wird seit jeher für Leute gemacht, die eigentlich nicht Zeitung lesen. Und Jahr für Jahr beweisen die »Landesausstellungen«, dass man zehntausende Leute, die eigentlich keine Ausstellungen besuchen,…

Treppen

Entwurf und Konstruktion. Von Karl J. Habermann. 224 Seiten, Format 23 x 31 cm, 200 farbige und 300 schwarzweiße Abbildungen sowie 300 Pläne und Zeichnungen, Leinen mit Schutzumschlag, 85 Euro, 128 sFr, Birkhäuser Verlag, Basel, 2002

Architekturpostkarten (Dessau)

Wer Architektur sehen will, muss reisen. Wenn Architektur reisen soll, muss sie in den Briefkasten passen. Etwa 200 Versuche, diese Aussagen zu belegen, werden im Meisterhaus Schlemmer präsentiert. Medium sind Architekturpostkarten der Jahre 1919 bis 1939 aus der Sammlung von Bernd Dicke. Sie zeigen die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, die Schocken-Kaufhäuser…

Hermann Finsterlin (Itzehoe)

Hermann Finsterlin (1887 – 1973) war alles andere als ein Architekt, und keiner seiner Entwürfe wurde je realisiert. Er war Bohemien, studierte unter anderem Malerei und malte, allerdings mit wenig Erfolg. Bekannt wurde er durch die Aufnahme seiner utopischen Architekturskizzen in die »Ausstellung für unbekannte Architekten« 1919 in Berlin. Damit…

Stanley Kubrick (Frankfurt am Main)

Kubrick hat nur wenige Filme gedreht, aber oft die Herausforderung eines neuen Genres gesucht. Satire, Horror-, Historienfilm, Literaturverfilmung, Psychothriller, Kriegsfilm. Er war besessener Perfektionist, so musste nicht nur manche Szene zigmal wiederholt werden; es musste alles stimmen: Licht, Musik, Architektur, die Beziehung der Ästhetik…

Islamische Welten (Berlin)

Auch wenn die Ausstellung »Vom roten Stern zur blauen Kuppel« im Untertitel »Kunst und Architektur aus Zentralasien« verspricht, seien spezielle Fachinteressenten gewarnt: Für die exzentrische Architektur der fünf zentralasiatischen Nachfolgestaaten des einst sowjetischen Orients ist die Berliner ifa-Galerie zu klein. Zugunsten der freien Kunstprojekte…

STADTanSICHTen: Istanbul (Stuttgart)

Der klassische Kulturaustausch ist und bleibt eine wichtige Aufgabe des Institutes für Auslandsbeziehungen (ifa), und die Reihe STADTanSICHTen widmet sich ihr überzeugend nicht mit überholter Didaktik, sondern mit der Ausstellung sehr individueller Annäherungen. Und nun Istanbul – vormals Konstantinopel, vormals Byzanz: Nicht Orient, nicht Okzident.…