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Schulgesellschaft

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Schulgesellschaft

Vom Dazwischen zum Lernraum – 30 Schulgebäude im Vergleich. Von Marika Schmidt, Rolf Schuster (Hrsg.). 112 S., 92 Abb., Broschur, 18 Euro. Jovis Verlag, Berlin 2014

~Simone Hübener

Schulgebäude und das Entwerfen derselben scheint ein Thema zu sein, das (angehende) Architekten fasziniert. So stellte die TU Braunschweig im Wintersemester 2013/14 dieses Thema in den Mittelpunkt der Entwurfslehre und veranstaltete als Einstieg einen Workshop und ein Symposium mit dem Titel »Schulgesellschaft«. Ausgehend von dem Gedanken, dass diese sich in den Zwischenräumen, den Außenräumen, den Bewegungsräumen entwickelt und bildet, nahmen die Studierenden 30 verschiedene Schulbauten, die in den letzten 90 Jahren entstanden sind, unter die Lupe. Sie zeichneten eine Axonometrie des jeweiligen Hauses sowie eines Ausschnitts und formulierten einen kurzen Text dazu. Die Ergebnisse werden nun in diesem Buch präsentiert – gemeinsam mit Aufsätzen verschiedener Autoren, die eng mit dem Schulbau verbunden sind, beispielsweise Almut Grüntuch-Ernst, Dirk E. Haas und Herman Hertzberger.
Das Thema und die Beteiligten versprechen eine interessante Lektüre. Inhaltlich ist dies auch gegeben, denn die Texte sind fundiert geschrieben, kurz gefasst und vermitteln Informationen, die zum Nachdenken anregen. Die Struktur des Buchs macht es einem allerdings nicht ganz leicht, dies alles auch zu erfassen. So ist der Text zur Materialsammlung der Studierenden zweigeteilt. Er beginnt vor den Seiten mit den Schulbeispielen und endet danach. Außerdem beziehen sich die Autoren häufig auf verschiedene Schulen, sodass der Leser gezwungen ist, ständig hin- und herzublättern. Auch sind die Angaben, die unmittelbar auf der Doppelseite zum Projekt zu finden sind, meist etwas dürftig. Man muss sich intensiv mit den Zeichnungen auseinandersetzen, um die Bedeutung des jeweiligen Beispiels für das Thema zu verstehen. Da die Räume in den Plänen nicht beschriftet sind, fällt die Zuordnung zuweilen etwas schwer. Außerdem entschieden sich Herausgeber und Verlag für zwei verschiedene Schriftarten – eine für den allgemeinen Teil und eine für den über den Workshop – sowie für zwei unterschiedliche Papiere. Dieselben Inhalte mit einer anderen Grafik und einem anderen Aufbau, und das Buch hätte dem Leser einfach und schnell seine spannenden und wichtigen Inhalte vermittelt.
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