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Das (Wohn)-Hochhaus

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Das (Wohn)-Hochhaus

Hochhaus in der Stadt. Von Jaan Karl Klasmann.

Zahlreiche, zum Teil farbige Abbildungen. Format 21 x 29,7 cm. Gebunden, 39,80 Euro.
Springer Verlag, Wien, 2004
»Ein Haus ist dann ein Hochhaus, wenn es in der Umgebung, in der es steht, als sehr hoch, als herausragend empfunden wird.« Mit dieser Definition fasst der Autor zugleich die Thematik des Buches zusammen: Das Zusammenwirken zwischen Hochhaus und städtischer Umgebung, mit allen Wechsel- wie Sichtbeziehungen, soziologischen und teilweise auch kulturellen Aspekten. Diese sind jeweils anhand von Bauten einiger ausgewählter Städte erläutert, von Wien – übermäßig oft vertreten – über Zürich, Stuttgart, Frankfurt oder London bis in die USA, dem Ursprungsland moderner Hochhäuser. Das Einstiegskapitel zur Entstehungsgeschichte verweist dort auf die Anfänge in Chicago. Zwar folgt im Anschluss wenig zum eigentlichen Wohnen in Hochhäusern (daher im Titel zu Recht auch nur in Klammern gesetzt), stattdessen führen Kapitel wie etwa »Geben und Nehmen« und im Vergleich dazu nur kurz thematisierte Abrisse zu Müll, Wind oder Versiegelung den Leser sehr anschaulich zu einer kritischen, städtebaulichen Betrachtungsweise. Die Themen überschneiden sich allerdings oftmals, was den Eindruck vermittelt, dass der Stoff auch hätte komprimiert werden können. Geplant sind zwei weitere Bände in Folge: »Architektur, Betrieb, Zusammenleben« und »Konstruktionstechnik«. Von diesen beiden Themenbereichen isoliert betrachtet, spricht Teil 1 nicht nur
Architekten und Fachplaner an, sondern auch den am Städtebau interessierten Laien. Zukunftsvisionen wie etwa der Entwurf des »Bionic Tower« in Schanghai können dabei schockieren, anstelle Hoffnung und Interesse am verdichteten Bauen zu wecken – haben doch diese mit dem uns bekannten Wohnhochhaus fast nichts mehr zu tun. cf
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