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Harald Deilmann – Lebendige Architektur

Werkschau im Baukunstarchiv NRW in Dortmund
Harald Deilmann

Harald Deilmann (1920–2008) zählt zu den bedeutenden Architekten der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Anlässlich seines 100. Geburtstages widmen ihm das Baukunstarchiv NRW, das Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen und die Technische Universität Dortmund eine Werkschau – zu sehen vom 27. August bis zum 7. November.

Damit wird das umfangreiche architektonische Lebenswerk von Harald Deilmann erstmals einer breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt. Sein Wirken als Architekt und Stadtplaner, als langjähriger Hochschullehrer, als Preisrichter, Berater und Kunstförderer war vielfältig, die Auseinandersetzung mit nahezu allen Bereichen der Architektur blieb für ihn charakteristisch.

Die Gründerjahre

Erste Bauten und Projekte entstanden zusammen mit Günter Wilhelm und Rolf Gutbrod in der Region Stuttgart. In Sozietät mit Heinrich Bartmann realisierte er im Zeitraum 1951 bis 1953 auch im heimatlichen Münster Bauten.

1955 gründete er ein eigenes Büro in Münster. Zahlreiche Kliniken, Kirchen und Kapellen, Schulen und Institute, Rathäuser und Bürobauten sowie Wohngebäude folgten. Von Münster aus wirkte sein Büro zunehmend bundesweit und international. Büroniederlassungen gab es zeitweise in Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Potsdam.

Das Werkverzeichnis umfasst rund 1.700 Projekte, sein Büro nahm an über 700 Wettbewerben teil.

Harald Deilmann: Meilensteine

Zu den bekanntesten Bauwerken von Deilmann zählen das Stadttheater Münster (1956, mit M. von Hausen, O. Rave und W. Ruhnau), die Kurklinik Bad Salzuflen (1957), die WestLotto-Bauten in Münster (1960, 1978), das Clemens-Sels-Museum Neuss (1975) sowie die markanten Bauten der Westdeutschen Landesbank in Münster (1975), Dortmund (1978), Luxemburg (1978) und Düsseldorf (1982) und der Rheinturm in Düsseldorf (1982).

Seine Schulbauten in Dorsten und Lemgo sowie die John F. Kennedy-Schule in Berlin setzten in den 1960er Jahren neue Maßstäbe im Bildungsbau. Mit seinen Rathäusern in Gronau und Minden erprobte Harald Deilmann in den 1970er-Jahren urbane Nutzungskonzepte. Die Frage des Wohnens erforschte er grundlegend und entwarf neuartige Wohnformen.

Die Ausstellung thematisiert auch die Frage nach dem heutigen Umgang mit seinem Werk: Einzelne Deilmann-Bauten stehen bereits unter Denkmalschutz oder werden saniert; andere wurden abgerissen; wieder andere harren noch ihrer Wiederentdeckung.

  • »Harald Deilmann – Lebendige Architektur«
  • Ausstellungsort: Baukunstarchiv NRW, Ostwall 7, 44135 Dortmund
  • 27.08. – 07.11.2021

www.baukunstarchiv.nrw

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