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Zwischenstand der IBA27

Zwischenstand der IBA“27
Zwischenstand der IBA27

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IBA-Intendant Andreas Hofer Foto: Franziska Kraufmann

Fünf Jahre verbleiben noch bis zum Präsentationsjahr der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27). Ausstellungsorte in der ganzen Region sollen dann der internationalen Öffentlichkeit und den Menschen vor Ort zeigen, wie die Zukunft des Bauens, Wohnens und Arbeitens aussehen kann. Vor Kurzem nahm die IBA eine Halbzeit-Standortbestimmung vor. Rund 90 Vorhaben wurden in das Netzwerk der IBA aufgenommen, 16 davon sind derzeit als offizielle »IBA’27-Projekte« im Portfolio. Den programmatischen Rahmen liefern fünf »Themen und Räume«, die die IBA auf Basis der Einreichungen formuliert hat. Im Kern geht es um eine zukunftsfähige, produktive Stadtregion, in der Wohnen und Arbeiten, Industrie und Freizeit, Handel und Kultur in dichten und lebenswerten Quartieren verschmelzen.

Städtebauentwürfe wie in Winnenden zeigen neuartige Formen für eine anspruchsvolle Nutzungsmischung, die vielfältige Wohnformen mit Flächen für Gewerbe und Industrie in grünen Quartieren zusammenbringt. Nachverdichtungsprojekte wie in Böblingen oder Stuttgart können als Vorbild für die Stärkung der Zentren und bestehender Wohnviertel dienen. Viele Projekte setzen auf Umbau, ressourcenschonende Bautechnologien und Baustoffe sowie Kreislaufwirtschaft. Weitere Entwürfe beschäftigen sich mit der urbanen Verdichtung bei gleichzeitiger Aktivierung von Grün- und Wasserflächen, um Quartiere resilienter für die Folgen des Klimawandels zu machen. Diverse Projekte umfassen auch neue Mobilitätskonzepte, die nicht einfach den Status quo linear in die Zukunft fortschreiben.

»Wenn wir alle zusammen im IBA-Geist auch bei der Umsetzung neue Wege gehen, bin ich sicher, dass wir 2027 eine ganze Reihe wirklich ambitionierter Exponate zeigen können, die im Maßstab eins zu eins erleben lassen, wie Häuser und Quartiere für eine Welt im Wandel aussehen können«, betont in diesem Zusammenhang IBA-Intendant Andreas Hofer 4].

Der Aufnahmeprozess für das IBA’27-Netz läuft weiter und in das Netzwerk aufgenommene Vorhaben können noch zu IBA’27-Projekten werden. Stand heute, rechnen die Organisatoren mit 20 bis 25 teils großmaßstäblichen Ausstellungsprojekten, die 2027 das Gerüst des Präsentationsjahres bilden.

»Nicht nur die Fülle der Einreichungen, auch der umfassende Qualifizierungsprozess zum IBA-Projekt hat sich als wesentlich aufwändiger erwiesen, als anfänglich abzusehen war«, berichtet Karin Lang. Als kaufmännische Geschäftsführerin der IBA’27 GmbH und Geschäftsleiterin des Vereins IBA’27 Friends ist sie für den organisatorischen Rahmen und die Ressourcen verantwortlich. Daher sei sie sehr dankbar, dass große Gesellschafter, Sponsoren und das Land die Grundfinanzierung aufgestockt haben. Verantwortlich für die Umsetzung vor Ort sind Kommunen, Genossenschaften, private Investoren und städtische Baugesellschaften.

Mit dem Finanzierungsplan ließe sich das erste IBA’27-Festival im Jahr 2023 planen. Das Festival sei ein wichtiger Baustein einer zehnjährigen Dramaturgie, um die IBA in der Region breit sichtbar zu machen.

»Die IBA’27 ist ein regionales Zukunftsprojekt, das von vielen Schultern gemeinsam getragen wird«, sagte Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Aufsichtsrats der IBA’27 GmbH und Vorsitzender des Verband Region Stuttgart.» Das Projekt sei zu einer treibenden Kraft im Transformationsprozess geworden, in den sich der Verband Region Stuttgart auch fachlich intensiv einbringe – beispielsweise bei der Entwicklung des Neckars zu einem lebenswerten Landschaftsraum oder bei zukunftsfähigen Quartieren entlang des S-Bahn-Netzes.

Dr. Frank Nopper, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der IBA’27 GmbH und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, berichtete unter anderem über die IBA-Projekte in Stuttgart. Ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2022 wird im Sommer die Jurierung eines internationalen Ideenwettbewerbs zur Weissenhofsiedlung und ihrem Umfeld sein, den die Stadt zusammen mit dem Land Baden-Württemberg und in Kooperation mit der IBA’27 ausgelobt hat. ~Gabriele Benitz

www.IBA27.de

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