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wander[bar]

Entwurf einer mobilen Bar
wander[bar]

Studienarbeit über ein Jahr im Fach Möbelbau von Andreas Lechthaler, Markus Weiß, Clemens Gritl und Rudi Heinz 2004/05 an der Architekturfakultät der TU München, Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung Prof. Hannelore Deubzer, Betreuung: Barbara Schelle. Der Entwurf wurde als Prototyp im Maßstab 1:1 umgesetzt.

Konzeptidee Die Idee einer mobilen Theke entstand aus dem Wunsch heraus, ein bewegliches Barmöbel zu kreieren, das zudem durch seine Erscheinung und Funktion eine starke räumliche Wirkung hat. Der bei Veranstaltungen meist erhebliche Zeitaufwand für Planung, Auf- und Abbau sollte minimiert werden – »Spontanität« stand als Leitmotiv im Vordergrund. So bietet der Entwurf eine Kompaktlösung für Beleuchtung und Musik, Transport von Equipment, Waren und Getränken, Kühlung, Verkabelung sowie Wasserver- und -entsorgung. Die robusten Module können an beliebigen Orten beladen und dann zu ihrem Einsatz transportiert werden. Durch ein einfaches Stecksystem wird die Stromversorgung angeschlossen, die gesamte Ausstattung kann im Möbelkorpus verstaut und gesichert werden.
Entwurf Die wander[bar] ist als flexibles Thekensystem entwickelt worden, konzipiert für unterschiedliche Anlässe wie Vorträge, Feste, Vernissagen und Empfänge. In die einzelnen Module ist eine komplette Barausstattung integriert. Je nach Veranstaltungsgröße und -anforderungen sind die Elemente der Bar variabel kombinierbar. Das modulare System und ein bisher noch in der Planung befindliches Ziehharmonika ähnliches Verbindungssystem ermöglichen die Anpassung des Entwurfs an den jeweiligen Raum.
Umsetzung und Gestaltung Nach einer Modellstudie wurde die wander[bar] als Prototyp im Maßstab 1:1 realisiert. Die verwendeten Materialien sind in ihrer Erscheinung bewusst zurückhaltend gewählt – das »Raummöbel« wurde aus schwarzen Mdf-Platten konstruiert. Die Anschlüsse sind einfach verleimt und mit so genannten »Lamellos« (Holzverbindungselementen) verstärkt und stabilisiert. Die wander[bar] steht auf Rollen, die über Feststellbremsen fixiert werden können. Die integrierte Wasserver- und -entsorgung funktioniert in einem geschlossenen Kreislauf und wird durch ein Pumpensystem angetrieben. Bei erhöhtem Wasserbedarf kann die Versorgung unkompliziert an das Wassernetz angehängt werden. Alle Elemente können ohne technische Vorkenntnisse installiert und benutzt werden. Für den einfacheren Transport sind die Modulmaße mit standardisierten Aufzugsgrößen abgestimmt. Um Beinfreiheit für die Gäste zu gewährleisten, ist der Thekenaufsatz nach vorne versetzt angebracht. Ein rotes Leuchtband prägt die Lichtgestaltung; der auffällige aber dennoch blendfreie, illuminierte Thekenaufsatz hat Signalwirkung und lässt die dahinter liegende Arbeitsfläche leicht durchscheinen. Die Arbeitsfläche selbst wird hell erleuchtet, damit das Arbeiten bei reduziertem Raumlicht erleichtert wird. Eine weiße Unterbodenbeleuchtung lässt die wander[bar] scheinbar im Raum schweben. R. H., uk
Ansicht, Aufsicht und Schnitte, M 1 : 40 Das Ziehharmonika ähnliche Verbindungssystem erhöht die Flexibilität der Theke.
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