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Brücke aus 3D-gedruckten Betonelementen

Architekturbiennale
Brücke aus 3D-gedruckten Betonelementen

~Valeska Spätling

In einem Park in Venedig hat eine Forschungsgruppe der ETH-Zürich eine Bogenbrücke aus 3D-gedruckten Betonelementen realisiert, die ganz ohne Bewehrung auskommt. Dafür entwickelten die Forscher ein vollkommen neues 3D-Betondruck-Verfahren: Die einzelnen Betonschichten werden dabei in spezifischen Winkeln aufgetragen, sodass sie stets rechtwinklig zu den Druckkräften liegen. Damit bleiben sie fest aufeinandergepresst und eine Bewehrung wird überflüssig. Zudem trägt die optimierte Geometrie der Brücke zu ihrer Stabilität bei: Innerhalb der Bogenstruktur werden Lasten als reine Druckkräfte auf die Stützen übertragen – ideal für den Werkstoff Beton, der unter Druck am besten funktioniert. Die benötigte Menge an Beton und Stahl konnte dadurch deutlich reduziert werden.

Die Brücke »Striatus« besteht aus 53 Einzelteilen, die in Trockenmontage zusammengesetzt sind. So lässt sich das Bauwerk problemlos demontieren und an anderer Stelle wiederaufbauen. Die einzelnen Komponenten können zudem mit nur minimalem Energie- und Kostenaufwand recycelt werden. Die Bogenbrücke ist noch bis 21. November im Rahmen der Architekturbiennale zu sehen.

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